TSV 1860 in Vorbereitung Günther Gorenzel mahnt: Das ist momentan das Löwen-Manko

Klare Ansagen: Günther Gorenzel unter seinen Löwen. Foto: imago/MIS

Derzeit leitet Günther Gorenzel statt Daniel Bierofka das Training des TSV 1860 - mit hoher Schlagzahl. Vor den Testspielen gegen den SV Sandhausen und den VfR Garching sprach der Sportliche Leiter über Schwerpunkte, Fortschritte und Schwächen.

 

München - Günther Gorenzel ist beim TSV 1860 derzeit omnipräsent: Training, Personalgespräche, Pressekonferenzen - es gibt gefühlt nichts, was der Österreicher derzeit rund um den Löwen nicht macht.

Vor allem bereitet der Sportliche Leiter auf dem Platz und in enger Abstimmung mit Coach Daniel Bierofka die Mannschaft auf den nahen Saisonstart in der Dritten Liga. Vor den Testspielen am Wochenende stand Giorenzel an der Grünwalder Straße nun Rede und Antwort.

Günther Gorenzel sprach über...

...die Vorbereitung: "Wir sind auf einem sehr guten Weg. Es ist vieles von dem zu sehen, was wir uns vorstellen und trainieren. Für mich ist ganz, ganz wichtig: Testspiele und Ligaspiele sind immer zwei komplett verschiedene Welten. Da muss man von den Erwartungen her sehr realistisch sein. Entscheidend wird sein, wie wir die ersten 20 Minuten auf dem Betzenberg hineinfinden und nicht, wie wir in den Testspielen abgeschnitten haben."

TSV 1860 arbeitet an Pressing und Gegenpressing

...Punkte, an denen er mit den Löwen arbeitet: "Wie wir gegen den Ball spielen, wie wir anlaufen. Wie wir den Gegner kontrollieren und selber versuchen, aus Drucksituationen herauszuspielen. Da sind schon klare Fortschritte zu sehen, die es jetzt gilt, in die Ligaspiele zu transportieren."

...Verbesserungsbedarf: "Unser Spiel wird immer davon leben, dass wir kompakt gegen den Ball stehen. Dass wir gut anlaufen, dass wir, wenn der Gegner angreift, im Sechzehner gut stehen. Damit, in solchen Momenten jeder Mann orientiert seine Aufgaben übernimmt. Wir haben da das Problem, dass wir noch zu sehr am Raum orientiert denken, wenn der Gegner bereit ist für seine Pässe. Wenn die ganze Mannschaft nach vorne schiebt und einer schläft, hast du ein Problem und bist umsonst 50 Meter gesprintet. Vorne muss es noch ökonomischer im Anlaufen werden, damit wir das über 90 Minuten durchbringen. Das geht nur, wenn sich die Abläufe automatisieren."

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...die vielen Zuschauer beim Saisonauftakt in Kaiserslautern: "Klar, wird man die Mannschaft darauf nochmal vorbereiten. Ich habe auch meine Informationen aus Lautern, weil ich dort noch viele Leute habe. Meine Information ist, dass um die 30.000 Zuschauer erwartet werden. Über 30.000 Zuschauer wären eine Sensation. Sie sind froh, wenn sie die Drei vorne stehen haben."

… die baldige Rückkehr von Kodjovi Koussou: "Bei 'Nono' sind wir so verblieben, dass wir Anfang der Woche sehen, ob er einen Anspannungsschmerz hat. Wenn er nichts mehr spürt, kann er wieder in die Bewegung gehen. Dann kann er sich wieder bewegen. Er hat ja bisher gar nichts machen dürfen. Ansonsten war die ganze Band auf dem Platz, bis auf Noel Niemann, der langfristig mit einem Kreuzbandriss ausfällt."

Ständig in Kontakt mit Bierofka

...die Kommunikation mit Trainer Daniel Bierofka, der unter der Woche beim Fußballlehrer-Lehrgang in Hennef weilt: "Wir werden die Trainings in vielen Abläufen filmen. Daniel hat das am Abend dann auf dem Rechner drauf, kann es sich anschauen. Somit bekommt er ein Gefühl aus den Bildern und aus unseren Rückmeldungen. Die finale Entscheidung hat dann immer er, weil er die Verantwortung übernehmen muss. Es gibt im Laufe des Tages fünf, sechs WhatsApp-Sprachnachrichten und ein längeres Telefonat."

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