TSV 1860 gegen Hallescher FC Aggression und Pöbeleien: Löwen-Gäste wüten in Giesing

, aktualisiert am 11.11.2018 - 13:36 Uhr
Fußball kann auch hässlich sein: "Fans" des Halleschen FC benahmen sich bei ihrem Auswärtsspiel beim TSV 1860 in Giesing teils völlig daneben. Unter anderem musste das Unterstützungskommando (USK) der Polizei die U-Bahnstation am Wettersteinplatz sichern. Foto: pm

Vor, während und nach dem Spiel des TSV 1860 gegen den Halleschen FC benehmen sich Teile der Gästefans nicht nur in Giesing komplett daneben. Es kommt zu vorläufigen Festnahmen und hässlichen Szenen.

 

München - Klischee oder schlicht Realität? Die Geschichte der Ost-Klubs im deutschen Fußball und ihre Problemfans. Was zumindest Teile der Anhängerschaft des Halleschen FC bei ihrem Gastspiel beim TSV 1860 am Samstagnachmittag nicht nur in Giesing ablieferten, war erschreckend.

Eskalation am Hauptbahnhof München

1.500 HFC-Anhänger füllten beim 1:1 der Löwen gegen den Ex-DDR-Kult-Klub die Ostkurve des Grünwalder Stadions. Eigens mit einem Sonderzug waren 600 (!) HFC-Fans nach München gereist, doch schon bei der Ankunft am Münchner Hauptbahnhof eskalierte die Lage. Wie die AZ erfuhr, wurde ein Polizist mutmaßlich von einem Gästefan mit der Faust ins Gesicht geschlagen und musste mit einer gebrochenen Nase ins Krankenhaus. (Lesen Sie auch: Halle-Ultras prügeln seit Ankunft - Polizist verletzt)

Am Stadion gab es vor dem Gästebereich weiter mehrere Handgemenge, selbst unter "Fans" der Hallenser. Und: Auf der Haupttribüne des Sechzgerstadion gab es von Seiten einzelner HFC-Fans Auseinandersetzungen mit den Ordnern. Diese gingen so weit, dass ein Unterstützungskommando (USK) der Polizei auf der Haupttribüne einschreiten musste – es kam offenbar zu mindestens einer vorläufigen Festnahme.

Diese gab es offenbar auch nach dem Spiel im Bereich der Tegernseer Landstraße, unter anderem führten Beamte einen jungen Mann mit Handschellen ab, der nicht genau einem Fanlager zuzuordnen war. Wild wurde es dann auch am Bahnsteig am Wettersteinplatz. Minutenlang konnte etwa eine U-Bahn nicht abfahren, weil sich die HFC-Anhänger nicht bändigen ließen und nicht ordnungsgemäß in den Zug stiegen. An den betroffenen Haltestellen wurde an den Monitoren der Schriftzug "Wegen randalierenden Fußballfans kommt es zu Verspätungen" angezeigt.

Wilde Szenen nach Löwen-Spiel in Giesing

Auch hier musste das USK anrücken, um die Situation in den Griff bekommen und den Ordnern dabei helfen, die Türen der U-Bahnen auf der Linie U1 überhaupt schließen zu können. "Zu wenig Polizei, zu wenig Polizei", monierte ein Ordner der MVG. Es kam sogar zu Sachbeschädigungen. So rissen mutmaßlich HFC-Fans einen Feuerlöscher aus einem U-Bahn-Waggon und zerstörten diesen auf dem Bahnsteig. Unschöne Szenen in Giesing!

 

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