Treffsicher im Toto-Pokal Der Pokal-Dreierpacker beim TSV 1860: Schafft es Markus Ziereis auch in der 3. Liga?

Markus Ziereis erzielte gegen Aiglsbach seinen zweiten Hattrick im TOTO-Pokal Foto: sampics Photographie/Augenklick

Im Toto-Pokal gegen Landesligist TV Aiglsbach überzeugt 1860-Stürmer Markus Ziereis mit seinem nächsten Hattrick, doch in der 3. Liga hat er in 48 Spielen noch nie getroffen.

 

München - Absolute Leistungsträger. Startelf-Wackelkandidaten. Joker. Reservisten. Die Spieler der Sechzger lassen sich, wie die Akteure aller anderer Klubs der (Fußball-)Welt, in diese und noch mehr Kategorien einteilen. An vorderster Front haben die Löwen nur Sascha Mölders als unangefochtenen Stammspieler. Und sie haben Markus Ziereis – den Pokal-Weltmeister.

Der 26-jährige Angreifer erzielte beim 11:1-Sieg des TSV 1860 in der 2. Runde des Toto-Pokals bei Landesligist TV Aiglsbach drei Treffer (7., 33., 74.). "Besser als mit Toren kann ich mich nicht anbieten. Das war ein super Zeichen an den Trainer", erklärte Ziereis nach dem Einzug in Runde drei. Einziges Problem: In der Liga will es nicht klappen – und das Standing des Sechzger-Stürmers in der dritthöchsten deutschen Spielklasse könnte schlechter kaum sein. 48 Drittliga-Einsätze, null Tore. Ziereis, quasi Sechzigs Amateur-Weltmeister, steht im Profi-Geschäft im Abseits.

Markus Ziereis mit mangelnder Spielzeit unzufrieden

Zum Vergleich: In der laufenden Spielzeit hat der Rodinger, den Trainer Daniel Bierofka als "wichtig für das Mannschaftsklima" bezeichnet, durch seine Dreierpacks gegen Aiglsbach und zuvor bei der FT Schweinfurt (6:1) den größten Anteil am Weiterkommen. Aber: Athletik, Schnelligkeit, Wucht – all das fehlt dem Angreifer im Duell mit robusten Drittliga-Verteidigern.

Das weiß selbstredend auch der Torjäger selbst. "Es ist klar, dass das nicht zufriedenstellend ist für mich", gesteht der Mittelstürmer über seine geringe Spielzeit, maximal Joker-Einsätze wie zuletzt bei der 0:4-Klatsche bei Waldhof Mannheim: "Die 13 Minuten, die ich in der Saison gespielt habe, da ist es schwer, bei Stande von 0:3 reinzukommen." Ziereis ist allerdings nicht Profi geworden, um sich hängen zu lassen. Er richtet ein Versprechen an den Trainer. An alle Löwen- Fans. "Ich werde nie aufgeben. Ich gebe immer hundert Prozent. Ich habe das Löwenblut in mir, deshalb werde ich für den Verein alles geben."

Die Stürmer-Suche beim TSV 1860 München geht trotzdem weiter

Ob er dazu bald die nächste Chance erhält? "Markus spielt in meinen Überlegungen immer eine Rolle. Er ist für mich immer ein wichtiger Spieler", sagt Bierofka, wohl auch nicht ganz taktisch unklug, um seinen eigenen Angreifer nicht selbst zu disqualifizieren. Dennoch haben Bierofka und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel zuletzt klar und deutlich beim Namen genannt, wo es hakt: an der Tor-Produktion. Mölders hat mit seinen 34 Jahren mit Formschwankungen und Verletzungsanfälligkeit zu kämpfen. Ziereis konnte bisher nur in Pokalund Testspielen zuverlässig vollstrecken.

Daher beschäftigt 1860 weiter die Suche nach einem Knipser. Nach Investor Hasan Ismaiks Ankündigung im AZ-Interview, diesen zu spendieren, erklärt Bierofka: "Wir klären gerade, wie wir es am besten finanziell machen." Also ist Geduld gefragt, wie sie ein Stürmer auf der Lauer nach Toren braucht. Schlusswort Bierofka: "Wir können erst Nägel mit Köpfen machen, wenn festgelegt ist, wie wir ihn stemmen können."

 

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