Technischer Direktor Bayern-Spürhund Reschke im Visier von Tottenham Hotspur

Michael Reschke (links) und Bayern-Trainer Carlo Ancelotti. Foto: Imago/foto2press

Er wirkt im Hintergrund, doch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten sind den großen Klubs nicht verborgen geblieben: Tottenham Hotspur buhlt um die Dienste von Michael Reschke, seines Zeichens Technischer Direktor beim FC Bayern.

 

München - Michael Reschke ist der Mann, um den es geht. "Technischer Direktor" ist sein offizieller Titel. In Wirklichkeit ist er das Superauge, der Spürhund des FC Bayern.

Der 59-Jährige, der 2014 von Bayer Leverkusen kam, hat in seiner Zeit beim FC Bayern ein so gutes Bild auf dem Transfermarkt abgegeben, dass Carlo Ancelottis Vorgänger Pep Guardiola ihn am liebsten mitgenommen hätte zu Manchester City, seinem neuen Klub.

Es sei eine "tiefe Freundschaft entstanden" zwischen ihm und dem Katalanen, sagte Reschke im Sommer vergangenen Jahres. Doch ein Wechsel komme nicht in Frage. "Pep hätte mich nie angesprochen", führte Reschke damals aus. "Es gibt kein Angebot von Manchester City. Ich habe ein sehr enges Vertrauensverhältnis zu Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und vielen weiteren Mitarbeitern beim FCB. Für mich gibt es überhaupt keine Alternative zu Bayern München."

Reschkes Vertrag läuft noch bis 2018 - doch er bleibt im Fokus der großen Klubs. Nach Informationen der Bild ist der Premier-League-Dritte Tottenham Hotspur an einer Verpflichtung interessiert - die Verantwortlichen dort sähen das Superhirn gerne als Sportdirektor in ihren Reihen.

Kein Wunder: Michael Reschke organisierte die Transfers von Kingsley Coman, Douglas Costa, Renato Sanches und Joshua Kimmich. Auch bei den anstehenden Sommer-Transfers von Niklas Süle und Sebastian Rudy (beide TSG 1899 Hoffenheim) war er entscheidend beteiligt.

Tottenham wird in Sachen Reschke augenscheinlich nicht das erste Mal aktiv: Schon 2014 sollen sie vergeblich angeklopft haben. Beim FC Bayern wissen sie einfach, was sie an Reschke haben - an ihrem so wichtigen Mann im Hintergrund. Gerade jetzt, wo in der oberen Etage noch die Stelle des Sportvorstands vakant ist.

Und: Reschke ist maßgeblich eingebunden in die Suche nach Talenten, plant deren Ausbildung - im Sommer will der deutsche Rekordmeister bekanntlich sein neues Nachwuchsleistungszentrum eröffnet.

 

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