Streit mit dem Landratsamt Wiesn-Wirt Roiderer muss 90.000 Euro Strafe zahlen

Das Ganze entzündete sich an einem Streit Roiderers mit dem Landratsamt München: Dabei ging es um eine Lebensmittelkontrolle, die bereits am 2. Januar in seinem Gasthof in Straßlach über die Bühne ging. Foto: imago/STL

Lebensmittelkontrollen in seinem Gasthof in Straßlach: In einem Streit mit dem Landratsamt weigert sich Wiesn-Wirt Toni Roiderer, ein Bußgeld zu zahlen. Jetzt verurteilte ihn das Amtsgericht zu 90 Tagessätzen von je 1.000 Euro.

 

München - Als wäre der Wirbel um die Buchprüfung bei den Wiesnzeltbetreibern noch nicht genug: Hackerzeltwirt Toni Roiderer liegt zudem mit dem Landratsamt München im Clinch. Es geht um Kontrollen in seinem Gasthof in Straßlach.

Der Rechtsstreit endete jetzt in einem Strafbefehl wegen "Verstoßes gegen das Lebensmittel- und Futtergesetzbuch" und einem teuren Urteil des Amtsgerichts: Das hat Roiderer zu 90 Tagessätzen à 1.000 Euro verdonnert. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Das Gericht blieb damit unter der Grenze von 91 Tagessätzen, ab der ein Verurteilter als vorbestraft gilt. Roiderers Sohn Thomas bekam als Mitgeschäftsführer eine Geldauflage von 5.000 Euro. Das Urteil ist rechtskräftig.

Lebensmittelkontrolle: Roiderer will Strafe nicht zahlen

Der Zwist begann schon im Januar dieses Jahres. Ein Lebensmittelkontrolleur hatte Roiderer damals 2.900 Euro Strafe aufgebrummt – wegen "leichter Verschmutzungen hinter einer Kochstelle", wie der Wirt selbst es schildert.

Er verweigerte daraufhin die Zahlung, weil er die Strafe für unangemessen hielt - gerade nach dem Hochbetrieb an den Feiertagen. Rodierer: "Ich bin 30 Jahre auf der Wiesn und hatte nicht einen Verstoß." Er habe den Fehler gemacht, gegen das Bußgeld vorzugehen, er sei "nicht einsichtig" gewesen und bereuer das inzwischen. 

In der Folge sei es zu regelrechten Schikanen gekommen, mit ständigen Kontrollen und immer weiteren Beanstandungen, beklagt Roiderer. Sechsmal kehrten die Kontrolleure zurück - und monierten weitere Mängel, laut Roiderer waren darunter eine kaputte Fliese und Fingerabdrücke auf Küchengeräten. Kein einziges Mal sei es um verdorbene Lebensmittel gegangen, sondern immer um Hygiene.

 

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