Streit beim TSV 1860 München Ismaik widerspricht Verein - und droht mit rechtlichen Schritten

Umstrittener Investor beim TSV 1860 München: Hasan Ismaik. Foto: Andreas Gebert/dpa

Der Streit zwischen Hasan Ismaik und dem Präsidium des TSV 1860 München geht weiter, der Ton wird schärfer. Hasan Ismaik widerspricht dem Vereinspräsidium deutlich - und droht mit rechtlichen Schritten.

 

München - Hasan Ismaik widerspricht dem Verein: Der jordanische Geldgeber hat am Donnerstagabend über seinen Bruder Yaha Ismaik seine Version der aktuellen Debatte um die sportliche und vor allem finanzielle Zukunft des Vereins verbreiten lassen.

Konkret geht es um die vom Verein präsentierte "Perspektive der Profifußball-Tochter für die kommenden drei Jahre". In dieser hatten das Präsidium um Ober-Löwe Reisinger den Mitgliedern am Mittwoch mitgeteilt, dass sich in einer Aufsichtsratsitzung im Februar das Präsidium des Vereins für eines der zur Debatte stehenden Szenarien entschieden habe - die Investorenseite sich aber nicht geäußert habe und somit für den momentanen Stillstand verantwortlich sei.

Zudem sei der Verein in "seriösen Gesprächen" mit einem möglichen dritten Investor für den TSV 1860.

Ismaik: Eigenes Aktienpaket steht nicht zur Disposition

Dem widerspricht Hasan Ismaik nun. Das "entspricht nicht den Tatsachen", schreibt Ismaik. "Desweiteren stellt HAM (Hasan Ismaiks Firma, d.Red.) klar, dass das eigene Aktienpaket nicht zur Disposition steht". Man begrüße aber "weiterhin jeden Geldgeber".

Dass Interna der Sitzung an die Öffentlichkeit gelangt sind, stößt dem Jordanier zudem sauer auf. Ismaik behalte sich das Recht vor, "rechtliche Schritte gegen die Personen einzuleiten, die für den Verstoß von Vertraulichkeitspflichten und für die Verunglimpfungen von HAM, ihren Eigentümer und Vertretern verantwortlich sind." Aufgrund der Verschwiegenheitspflicht sei es ihm selbst nicht möglich, "detaillierter auf den tatsächlichen Inhalt der Aufsichtsratssitzung einzugehen".

"Verein hat sich äußerst undankbar gezeigt"

Der Investor fordert das Präsidium zudem auf, "weitere Sticheleien und Provokationen gegen Günther Gorenzel und Daniel Bierofka zu unterlassen" - im Interesse der sportlichen Entwicklung. Zudem solle man "die Verantwortung und die daraus resultierenden Ergebnisse für den vom Präsidium eingeschlagenen Konsolidierungskurs" nicht nur auf deren Schultern verlagern.

Verein kontra Investor

Der Verein sei außerdem selber Schuld, dass Ismaik das bestehende Darlehen nicht in Genusscheine umwegewandelt habe: "Der e.V: hat sich äußerst undankbar und unfair gegenüber HAM für die Bereitstellung von 2 Millionen Euro im Sommer 2018 gezeigt."

Durchaus scharfe Töne. Es dürfte ein spannender Saisonendspurt werden in Giesing. Auf und neben dem Platz.

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