TSV 1860 schiebt Hasan Ismaik die Schuld zu - und nennt DFB-Strafe

Der e.V. erklärt sich zur Situation des TSV 1860. Und das Löwen-Präsidium macht Investor Hasan Ismaik für die schlechte Perspektive in den kommenden drei Jahren verantwortlich. 
| Patrick Mayer
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Reisinger Ismaik
Rauchensteiner/Augenklick/dpa/AZ Reisinger Ismaik

Der e.V. erklärt sich zur Situation des TSV 1860. Und das Löwen-Präsidium macht Investor Hasan Ismaik für die schlechte Perspektive in den kommenden drei Jahren verantwortlich.

München - Die Perspektive wird schlechter, und die Fronten verhärten sich weiter: Das Präsidium des TSV 1860 hat sich am Mittwoch in einer Stellungnahme an seine Mitglieder zur kniffligen Lage beim Löwen erklärt.

Und Investor Hasan Ismaik die Schuld für die - moderat formuliert - überschaubare Perspektive für die Profimannschaft in den kommenden drei Jahren zugeschoben. So spricht die Vereinsführung von vier Szenarien, die die Geschäftsführung den beiden Gesellschaftern (Verein und Ismaik) vorgeschlagen habe.

TSV 1860: 3 bis 3,5 Millionen Euro für Profis

Demnach habe sich die Ismaik-Seite zu keinem der genannten Szenarien bekannt. Der e.V. wiederum habe das sogenannte Szenario 2 befürwortet, in dem die U19 und die U21 in die Obhut des Vereins übergingen – und damit aus dem klammen Budget der KGaA fielen. Weiter hätte sich der Verein in diesem Szenario bereit erklärt, die Finanzierung des Nachwuchsleistungszentrums alleine zu bewerkstelligen und eine Wettbewerbsfähigkeit des Löwen-Nachwuchses zu gewährleisten.

Eine Zustimmung des Mehrheitseigners zu diesem Modell sei aber bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu erlangen gewesen, hieß es weiter. Deswegen greife nun ein anderes Szenario, wonach der KGaA ohne Fremdmittel des Jordaniers ein Budget (jährlich) von drei bis 3,5 Millionen Euro zur Verfügung stünde, was in etwa dem Mittel der Dritten Liga entspreche.

TSV 1860. e.V. kritisiert Hasan Ismaik

Weiter kritisierte die Vereinsseite Ismaik für die nicht fristgerechte Umwandlung von Darlehen Ende 2018 in Genussscheine. Ferner seien nicht alle Darlehen umgewandelt worden, weswegen sich das Eigenkapital der Gesellschaft verschlechtert habe – und nun eine Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) greife.

Diese Strafe liegt laut e.V. bei "5% der sanktionswürdigen Eigenkapitalverschlechterung". Verschiedenen Medienberichten zufolge ging es um ein Darlehen von fünf Millionen Euro. Die Strafe liegt AZ-Informationen zufolge bei rund 150.000 Euro – Geld, dass die angeschlagenen Sechzger eigentlich nicht auf der Seite haben. 

Lesen Sie hier: Beispiel Marco Hiller - Droht dem TSV 1860 jetzt der Ausverkauf?

Lesen Sie auch: Ismaik-Vertreter Stimoniaris - Der TSV 1860 droht, Bierofka zu verlieren

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren