Stimmen zum Spiel TSV 1860 hadert mit dem Schiedsrichter - und dem Wind

Stefan Lex und Tim Rieder fordern von Schiedsrichter Tobias Fritsch einen Handelfmeter. Vergeblich. Foto: imago images / Sven Simon

Nach dem phasenweise wilden Unentschieden gegen Magdeburg hadern die Löwen mit dem nicht gegeben Handelfmeter - und dem Wind. Die Stimmen zum Spiel.

 

München - So ruhig es in der ersten Halbzeit war, so turbulent wurde es in den zweiten 45 Minuten: Ein umstrittener Elfmeter auf Seiten der Magdeburger, ein zurückgenommer auf Seiten des TSV 1860 München. Und dann war da noch der Wind...

Marco Hiller (bei "Magenta Sport"): "In der ersten Halbzeit waren wir klar besser, haben dann aber nachgelassen und die zweite Halbzeit bis zum Gegentor verschlafen. Der Elfmeter ist ärgerlich. Ich bin zu spät dran, dreh mich aber eigentlich noch weg. Bevor ich ihn (Jürgen Gjasula, d. Red.) berühre, fällt er schon hin. Für mich war das eher kein Elfmeter."

Lex: "Jede Aktion hat gefühlt gleich eine gelbe Karte gegeben"

Stefan Lex: "In der ersten Halbzeit haben wir es über weite Strecken gut im Griff gehabt, haben kontrolliert gespielt. Wir waren dann verdient vorne und haben hinten gar nichts anbrennen lassen. In der zweiten Halbzeit wollten wir genauso weiter machen, das ist uns überhaupt nicht gelungen. Wir haben dann gegen den Wind gespielt, sind gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte rausgekommen bis zum Gegentor. Dann waren wir wieder bisschen besser drinnen und haben dann natürlich krasse Konterchancen zugelassen. Da müssen wir froh sein, dass wir nicht in Rückstand geraten.

Zur Schiedsrichterleisung und den gelben Karten: "Das Spiel war gar nicht unfair. Jede Aktion hat gefühlt gleich gelb gegeben. Ich hab beim Elfmeter nicht gesehen, ob es Hand war oder nicht. Aber er entscheidet auf Hand und Elfemeter und dann telefoniert er auf einmal die ganze Zeit rum und sagt dann doch 'kein Elfmeter'. Wenn der Linienrichter was gesehen hat, muss er es gleich sagen. Aber erst drei Minuten später ist natürlich unglücklich für uns. Natürlich hätte uns das gut getan in der Phase, wenn wir einen Elfemeter kriegen.

Mölders: "Da muss sich der Schiedsrichter durchsetzen"

Sascha Mölders über den Schiedsrichter und die Elfmeter-Situation: "Es gibt einen Elfmeter, dann müssen wir drei Minuten warten. Der Schiedsrichter-Assistent, der auf dem Platz auf der ganz anderen Seite steht, nimmt ihn zurück. Fakt ist: Wenn ein Schiedsrichter pfeift, dann ist es Elfmeter. Dann kann es nicht sein, dass ein Linienrichter, der auf der ganz anderen Seite steht, den Elfemeter zurück nimmt. Da muss ein Schiedsrichter sich einfach durchsetzen. Das ist einfach unglücklich."

Berzel: "Fühlt sich heute eher wie eine Niederlage an"

Aaron Berzel: " In der Halbzeit haben wir angeprochen, dass nach dem Tor ein kleiner Bruch im Spiel war. Wir haben uns vorgenommen, dass wir aus der Halbzeit kommen und wieder so weiterspielen wie am Anfang. Dann kommt natürlich auch der Wind dazu, der es schwer gemacht hat – aber das darf keine Ausrede sein, dass wir da so von der Rolle sind teilweise. Den Elfmeter kannst du geben, musst du nicht. Dann haben wir gar nicht mehr in unser Spiel gefunden, haben auch bisschen Glück, dass wir nicht das 2:1 bekommen, da hält Hiller zweimal überragend. Das fühlt sich mehr wie eine Niederlage heute an als wie ein Punktgewinn."

über den Schiedsrichter: "Für mich sah es aufgrund der Reaktion des Spielers (Jürgen Gjasula, d. Red)  so aus, als wäre es Hand gewesen. Dann finde ich es zimelich konfus, was der Schiri macht. Für mich sah es so aus als wartete er auf ein Signal von der Bank vom Fernsehen. Es ist eine undurchsichtige Situation, für ihn sicherlich auch nicht leicht. Natürlich ärgern wir uns drüber. Ich will ihm keinen Vorwurf machen."

"Der Wind ist nach der Halbzeit nochmal stärker geworden"

Trainer Michael Köllner: "In der ersten Halbzeit war es noch ein chancenarmes Spiel, in der zweiten Halbzeit war es turbulenter. Es lag sicher an dem starken Wind, der nochmal um einiges stärker geworden ist. Magdeburg hat sein Spiel etwas verändert, schneller hinter die Kette gespielt. Wir hatten schon unsere Probleme damit. Über die Schiedsrichter-Entscheidung will ich nicht diskutieren. Es ist so, wie es ist. Am Ende mussten wir einen Elfmeter hinnehmen und unserer ist zurückgenommen worden."

Magdeburg-Coah Claus-Dieter Wollitz: "Wir hatten nach vorne ein paar Ansätze, aber zu wenig Mut und ein bisschen wenig Überzeugung. Es lag sicher auch daran, gegen den Wind zu spielen. Über den Elfmeter kann man sicherlich diskutieren. Dann der kuriose Elfmeter, den der Schiedsrichter ohne Videoassistent zurücknimmt. Das hab ich so auch nicht erlebt."

Lesen Sie hier: Einzelkritik - Sechs Vierer für die Löwen

 

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