Stefan Lex oder Mister X Wer Adriano Grimaldi beim TSV 1860 jetzt ersetzen könnte

, aktualisiert am 24.01.2019 - 11:22 Uhr
Spielt nicht mehr beim TSV 1860: Angreifer Adriano Grimaldi. Foto: imago/Lackovic

Nach dem Abgang von Adriano Grimaldi hat der TSV 1860 Bedarf in der Offensive. Neben Sascha Mölders könnte ein Ex-Bundesligaspieler öfter zum Zug kommen. Doch es gibt auch Kandidaten für eine Leihe.

München - Simon Lorenz. Adriano Grimaldi. Felix Weber. Sascha Mölders. Und Stefan Lex. Was diese fünf Spieler gemeinsam haben? Richtig! Ein Tor im zweiten Spiel der Historie des TSV 1860 in der Dritten Liga. Ein Tor im Hinspiel gegen die Sportfreunde Lotte (5:1). Jetzt steigt das Rückspiel im kleinen Örtchen nahe der niederländischen Grenze – und die Zeichen stehen mangels Löwen-Torjäger nicht auf Kantersieg.

Sechzig hat just vor dem Auftakt der Rest-Rückrunde am Freitag (19 Uhr) den Wechsel Grimaldis zum ambitionierten Liga-Konkurrenten KFC Uerdingen bekanntgegeben – das unrühmliche Ende des besten Offensivmannes (fünf Tore, sieben Assists), von den 1860-Fans schon als Wandervogel verschrien.

Gegen Lotte ruhen Hoffnungen auf Stefan Lex

Und jetzt? "Aufgrund dessen, wie wir unsere Mannschaft wahrgenommen haben und dem Abgang von Adi sondieren wir den Markt", erklärte Sportchef Günther Gorenzel in Abwesenheit von Trainer Daniel Bierofka am Mittwoch auf der Spieltags-Pressekonferenz. Gorenzel und der Löwen-Tross werden, wie der Cheftrainer aus Hennef, schon am Donnerstag in den Norden reisen, um sich dort auf die Eröffnung des 21. Spieltags beim Tabellen-13. vorzubereiten – noch ohne neuen Torjäger.

"Es gibt Spielraum, der nach dem Verkauf größer geworden ist", sagt Gorenzel zwar über die kolportierten 200.000 Euro Ablösesumme, die sich bei Grimaldi-Einsätzen für den KFC noch erhöhen könnte. Hinsichtlich der angestrebten Leihe eines Angreifers werde aber "bis Freitag nichts passieren". Für Lotte ist der Hoffnungsträger neben Stoßstürmer Sascha Mölders und Linksaußen Nico Karger, beide mit je drei Toren unter ihren Möglichkeiten geblieben, ein anderer: Stefan Lex. Der Ex-Bundesligaspieler, im Trainingslager von Adduktorenproblemen lahmgelegt, absolvierte am Mittwoch das Mannschaftstraining. Vielleicht ist für den zweifachen Hinrunden-Torschützen sogar mehr drin als der von Bierofka erhoffte Kurzeinsatz. Der 29-Jährige, gegen Ende der Hinrunde deutlich formverbessert und raus aus dem vielzitierten Schneckenhaus, gilt jedenfalls für den restlichen Saisonverlauf als Steigerungs-Kandidat.

Kommt Prince Osei Owusu zum TSV 1860?

Und es bleibt ja auch noch Mister X. Die "Bild" spekulierte bereits über Ex-Löwe Christoph Daferner (21), der unter Bierofka in der U21 aktiv war und bei Bundesligist SC Freiburg aufgebaut werden soll. Nach AZ-Informationen stehen die Chancen auf eine Rückholaktion eher schlecht. Dafür könnte es bald einen Prinzen für die Löwen geben: Prince Osei Owusu. Der 22-jährige Mittelstürmer steht bei Arminia Bielefeld unter Vertrag, kam bisher nur zu elf Zweitliga-Kurzeinsätzen ohne Treffer. Gut möglich, dass sich der TSV 1860 kürzlich im spanischen Trainingslager nicht nur mit Ex-Löwe Manuel Schäffler, nach AZ-Informationen Stand jetzt nicht von Aufstiegskandidat SV Wehen Wiesbaden loszueisen, sondern auch mit Owusu unterhalten hat.

Bevor ein neuer Angreifer anheuert, kämpft die aktuelle Besetzung um Drittliga-Punkte. Und ist laut Gorenzel "heiß" auf die Sportfreunde, wo Sechzig einen "guten Start" vollbringen will: "Jeder wird mir Recht geben, dass wir in der Hinrunde und in den Testspielen gute Leistungen gezeigt haben, aber viel zu oft um den Lohn betrogen worden sind." Ob sich die Löwen nun in Lotte belohnen?

Im Video: Gorenzel äußert sich zum Grimaldi-Verkauf

 

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