Stadtrats-Anträge Fährt die Münchner U-Bahn schon bald rund um die Uhr?

, aktualisiert am 17.07.2019 - 08:43 Uhr
Könnte die U-Bahn bald rund um die Uhr fahren? Ein Stadtratsantrag von CSU und Grünen für eine 24-Stunden-U-Bahn von Donnerstag bis Samstag fans am Dienstag Zustimmung. Foto: Peter Kneffel/dpa

Die 24-Stunden-U-Bahn und der 10-Minuten-Takt sind Teil eines Stadtratsantrags von CSU und Grünen. Die beiden Punkte könnten ins MVG-Leistungsprogramm 2020 eingehen.

 

München - Wenn es nach der Mehrheit der Stadträte geht, können 24-Stunden-U-Bahn von Donnerstag bis Samstag und Zehn-Minuten-Takt auf allen Linien bis Betriebsende so bald wie möglich kommen – am liebsten schon 2020.

Denn der Stadtratsantrag, in dem CSU und Grüne fordern, dass die beiden Punkte in das Leistungsprogramm der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) des Wirtschaftsreferates für 2020 aufgenommen werden, fand am Dienstag Zustimmung.

Die SPD stimmt dagegen. Ihr Stadtrat Jens Röver bezeichnete das Vorhaben als einen "Schaufensterantrag für die Stadtratswahl 2020". Röver findet, dass es bei der MVG wichtigere Baustellen gibt, eine Umsetzung der Forderungen könne 2020 eh nicht realisiert werden.

Antrag von CSU und Grünen: MVG bräuchte mehr Personal und Züge

Gelassen reagiert Stadtrat Richard Quaas (CSU) auf die Kritik: "Zum Thema Schaufensterantrag fallen mir auch von der SPD viele Beispiele ein. Und ich bin gespannt, was da bis zum März 2020 noch alles kommt."

Sachlicher äußert sich Brigitte Gemmer, Leiterin der Angebotsplanung der MVG. Bevor der Betrieb rund um die Uhr und die Taktverdichtung umgesetzt werden, müsse noch einiges geprüft werden.

Dafür brauche man nicht nur deutlich mehr Züge und Fahrer, sondern auch mehr Wartungspersonal. Zudem würde der Betrieb die schon abgenutzten Schienen noch mehr beanspruchen.

MVG bräuchte für Busoffensive mehr Infrastruktur

Röver sagt, dass seine SPD eher die Busoffensive unterstütze – auch hier kündigt Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) in seinem Programm Maßnahmen wie eine Taktverdichtung an.

Doch hier wird die Umsetzung nicht leichter, sagt Gemmer. "In den Busbahnhöfen wird es immer enger, wir brauchen mehr Haltestellen, mehr Fahrspuren", sagt die MVG-Planerin.

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