Blutmond am Freitag So erleben Sie die Jahrhundert-Mondfinsternis in München

Am 27. Juli kommt es zu einer totalen Mondfinsternis - der längsten in diesem Jahrhundert. Foto: dpa/Peter Kneffel

Ende Juli ereignet sich ein beeindruckendes Naturspektakel über dem Münchner Himmel: Der Blutmond. Um auch Laien am kosmischen Ereignis teilhaben zu lassen, veranstalten mehrere Institutionen die "Lange Nacht der Mondfinsternis".

München - München darf sich glücklich schätzen: Ende des Monats wartet ein ganz besonderes kosmisches Schmankerl auf die Stadt: Am 27. Juli kommt es zur längsten totalen Mondfinsternis dieses Jahrhunderts – von hier aus wird sie wunderbar zu sehen sein.

An sich ist eine Mondfinsternis keine Seltenheit. Etwa zweimal im Jahr kommt es vor, dass die Erde ihren Schatten genau auf den Mond wirft und alle drei Himmelskörper auf einer Linie stehen. Das Spektakuläre daran: Der Mond ist dabei nicht komplett verdunkelt, da sich die Strahlen der Sonne in der Erdatmosphäre brechen. So treffen aus dem kompletten Lichtspektrum nur noch die roten Strahlen auf den Erdtrabanten.

Wie entsteht der Blutmond? Hier eine Simulation

So läuft die Mondfinsternis ab

In diesem Jahr wird die Mondfinsternis vor allem in Europa sehr gut zu sehen sein - und sie findet zu einer besonders beobachterfreundlichen Zeit statt.

Beginnen wird das Himmelsspektakel am 27. Juli (übrigens dem letzten Tag vor den Sommerferien) gegen 20.45 Uhr. Dann steigt der Mond am Horizont auf und taucht zunehmend in den Schatten der Erde ein. Zwischen 21.30 Uhr und 23.15 Uhr ist er dann vollständig verfinstert und erscheint in kupferroter Farbe am Himmel. Gegen halb 2 ist das Spektakel dann beendet.

Überblick über die einzelnen Phasen der Mondfinsternis

Eine spezielle UV-Brille, wie man sie bei einer Sonnenfinsternis braucht, ist entgegen anders lautender Gerüchte zum Beobachten nicht nötig.

Auch der Mars ist zu sehen

Übrigens: Neben dem Mond steht zeitgleich der Mars in Opposition zur Sonne. Somit ist er den ganzen Sommer hindurch gut zu beobachten. Wer momentan einen Blick in den Nachthimmel, wird unterhalb des Mondes bei genauerem Hinsehen auch den Mars entdecken.

Um auch den Laien an diesem außergewöhnlichen Naturspektakel teilhaben zu lassen, veranstalten verschiedene Münchner Kompetenzzentren am 27. Juli "Die Lange Nacht der Mondfinsternis".

In der Münchner VHS, im Deutschen Museum, der Volkssternwarte und in der ESO Supernova dreht sich in dieser Nacht alles um unseren ständigen Begleiter. Bei einer Vielzahl an Vorträgen, Führungen und Teleskopbeobachtungen ist für jeden etwas dabei. "Wir stehen dafür, dass die Astronomie wieder mehr Anklang unter Kindern und Jugendlichen findet. So eine totale Sonnenfinsternis wirkt da beinahe wie eine Einstiegsdroge", scherzt Dr. Christian Sicka, Kurator für Astronomie am Deutschen Museum.

So sieht das Programm bei der "Langen Nacht der Mondfinsternis" in München aus

  • Im Deutschen Museum werden unter anderem die West- und Oststernwarte geöffnet sein. Von dort aus lässt sich die Mondfinsternis mit Teleskopen beobachten. Los geht's um 18.30 Uhr, der Eintritt beträgt 6 Euro (ermäßigt 4 Euro).
  • Die VHS (Einsteinstraße 28) bietet diverse Kurzvorträge rund um die Astronomie an. Ab 20.45 kommentiert zudem der renommierte Astrophysiker Prof. Dr. Harald Lesch die Live-Bilder zur Mondfinsternis.
  • Auf der Dachplattform der Volkssternwarte (Rosenheimer Straße 145h) kann man die Mondfinsternis mit Teleskopen beobachten. Los geht's ab 19 Uhr, der Eintritt beträgt 6 Euro (ermäßigt 4 Euro).
  • Familien mit Kindern sind im ESO Supernova Planetarium in Garching (Karl-Schwarzschhild-Straße 2) am besten aufgehoben. Sie öffnet ihr Besucherzentrum und bietet ein buntes Rahmenprogramm rund um die Mondfinsternis. Los geht's um 18.30, der Eintritt ist frei.

Ausführliche Informationen zum Programm bei der "Langen Nacht der Mondfinsternis" finden Sie hier.

 

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