SPD SPD bestätigt Gespräche über Beck-Nachfolge

Deutschlands dienstältester Ministerpräsident, der rheinland-pfälzische SPD-Chef Kurt Beck, führt nach SPD-Angaben Gespräche mit potenziellen Nachfolgern. Ein Zeitplan für eine Ämterübergabe ist aber noch offen.

 

Mainz - "Es gibt Gespräche, zu denen Kurt Beck einlädt", sagte SPD-Generalsekretär Alexander Schweitzer am Mittwoch. Sie könnten durchaus als Vorbereitung auf 2016 gesehen werden. Dann soll die nächste Landtagswahl stattfinden. Eine mögliche Übergabe beider Ämter schon 2012 und Gespräche nur im Kreis der potenziellen Kronprinzen bestätigte die SPD nicht. "Das ist Spekulation", sagte Schweitzer.

Die "Rhein-Zeitung" schrieb, schon in diesem Jahr könnte Beck beide Ämter in jüngere Hände geben, wozu bereits Geheimgespräche der möglichen Nachfolger liefen. Der 63-Jährige habe diese Gespräche ausgelöst und sie gebeten, ihm einen gemeinsamen Vorschlag zu präsentieren.

Beck ist seit mehr als 17 Jahren im Amt. Als mögliche Nachfolger gelten derzeit Innenminister Roger Lewentz, Fraktionschef Hendrik Hering und Bildungsministerin Doris Ahnen (alle SPD). Beck hatte im Dezember gesagt: "Solange ich bei guter Gesundheit weiterarbeiten kann, will ich das gerne bis 2016 tun."

Der SPD-Generalsekretär verwies auf Becks bisherige Äußerung: "Der Ministerpräsident und SPD-Landesvorsitzende Kurt Beck hat zu Beginn der Wahlperiode erklärt, dass er - soweit seine Gesundheit es zulässt - seine Ämter bis 2016 ausüben wird. Es ist guter Stil und bewährte Praxis von Kurt Beck und der rheinland-pfälzischen Sozialdemokratie, dass solche Entscheidungen sorgfältig vorbereitet werden", teilte er mit. Dazu gebe es Gespräche unter Becks Leitung. "Sollten Entscheidungen anstehen, werden sie zu gegebener Zeit in der Partei, ihren Gremien und der SPD-Landtagsfraktion getroffen."

In diesem Jahr wird der SPD-Landeschef neu gewählt. Ein Datum für den Parteitag gibt es bisher nicht. Beck will nach bisherigen Informationen wieder antreten.

Das Ansehen von Beck bröckelt in einer Umfrage: Der "Rheinpfalz-Trend" der Zeitung "Die Rheinpfalz" (Mittwoch) ergab, dass CDU-Landeschefin Julia Klöckner derzeit die Nase vorn hat. Bei der Landtagswahl vor einem Jahr lag Beck noch mit deutlichem Abstand vor seiner Herausforderin. SPD und CDU liegen jetzt beide bei 36 Prozent der Stimmen. Vor drei Monaten waren es 37 Prozent für die SPD und 35 Prozent für die CDU.

 

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