"Sonst keine Zulassung erteilt" TSV 1860: Das sagt der DFB zum Löwen-Chaos

Fünf Männer, die nicht immer an einem Strang ziehen: Bierofka, Gorenzel, Ismaik, Reisinger und Scharold (v.l.). Foto: AZ-Montage, Tobias Hase/dpa, sampics/Rauchensteiner/Augenklick

Der TSV 1860 befindet sich mal wieder in einem Riesen-Chaos. Die AZ hat beim DFB nachgefragt, was der Organisator der Dritten Liga davon hält.

 

München/Frankfurt - Hasan Ismaik ist nicht in Giesing. Und irgendwie ja doch. Zumindest versucht der jordanische Investor, auch über Facebook Einfluss auf die Geschehnisse beim TSV 1860 zu nehmen.

TSV 1860: Großes Chaos  in Giesing

Das Tohuwabohu an der Grünwalder Straße 114 ist groß, weil sich beide Gesellschafter nicht darüber einig werden, wer denn nun Löwen-Trainer Daniel Bierofka finanziell dabei helfen darf, eine schlagkräftige Mannschaft für die kommende Saison in der Dritten Liga aufzustellen.

Gegenseitige Schuldzuweisungen, Blockade, Abneigung - die Löwen sind in diesen Tagen wieder das, was nach der Wiederauferstehung nach dem Doppelabstieg 2017 kurzfristig ausgestanden schien: ein tief zerstrittener Klub! Die Außendarstellung leidet.Was hält eigentlich der DFB, der ja die Dritte Liga organisiert, davon, dass Sechzig seinen Etat erst nach und nach festzurrt? Die AZ hat in Franfurt am Main nachgefragt.

TSV 1860: Sponsoring-Deal noch nicht entschieden

"Jeder Klub muss zu einem für alle verbindlichen Zeitpunkt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen. Dies war auch bei 1860 München der Fall, sonst hätte keine Zulassung erteilt werden können", erklärte der Verband: "Sofern ein Klub im Nachgang neue Finanzmittel generieren kann, kann – unter Einhaltung der Zulassungsrichtlinien – hierdurch auch eine Etatanpassung vorgenommen werden."

Darunter fielen zum Beispiel auch neue Sponsoringpakete und/oder Finanzmittel externer Geldgeber. Nach AZ-Informationen ist der Sponsoring-Deal mit Hauptsponsor "die Bayerische" - der den Giesingern rund 800.000 Euro mehr bringen würde - (immer) noch nicht unterschrieben. Der DFB teilte weiter mit, dass es nicht Aufgabe des Verbands sei, "interne Angelegenheiten der Klubs öffentlich zu kommentieren".

DFB hat kein Problem mit Ismaik-Forderung

Die AZ fragte beim DFB explizit nach, ob es im Rahmen der 50+1-Regel sei, wenn ein Gesellschafter "personelle Konsequenzen" fordere, wie es Ismaik im Hinblick auf Geschäftsführer Michael Scharold tat.

"Eine öffentliche Diskussion, wie im aktuellen Fall, ist für den DFB nicht ausschlaggebend im Hinblick auf die Bewertung der Einhaltung der Satzung und Ordnungen, unter anderem der sogenannten 50+1-Regel", lautete das Statement aus Frankfurt dazu. Ergo: Alles im Rahmen!

Und doch gab es mahnende Worte vom DFB. Selbstverständlich würden "die tatsächlichen Handlungen und vertraglichen Vereinbarungen der Klubs beobachtet und bewertet", erklärte der Verband. Ein Sprecher hatte der AZ bereits geschildert, dass das, was sich in München gerade zutrage, "zur Kenntnis genommen" werde. Ein weiterer Fingerzeig, dass in Giesing besser wieder zusammengearbeitet statt gegeneinander gearbeitet werden solle.

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