Sieg bei "Absolute Mehrheit" Sido sahnt bei Raab ab : Viel Geld für Sprüche

Rapper Sido holte bei "Absolute Mehrheit" den Jackpot. Stefan Raab gratuliert. Foto: ProSieben/Willi Weber

Sido bekommt als Jackpot-Gewinner des Polit-Talks „Absolute Mehrheit“ 300.000 Euro. Das Geld hätte Raab schon vor der Show überweisen können.

 

München - So leicht hat Rapper Sido (32) wohl noch nie Geld bekommen. Bislang musste er dafür Songtexte abliefern wie: „Freitag ist Hightag vielleicht ein paar Drinks! 5 dicke Joints und 10 Tequila mit links!“. Bei Stefan Raabs Polittalk „Absolute Mehrheit“ reichten ein paar Lacher wie: „Ich hab auch noch nie gekifft“. Schon war Sido am Sonntagabend 300.000 Euro reicher – muss das Geld jetzt für einen wohltätigen Zweck spenden. Denn 56,5 Prozent der Zuschauer stimmten beim SMS-Voting für den Rapper – damit räumte Sido den Jackpot ab.

Das Geld hätte ProSieben Sido schon vor der Sendung aufs Konto überweisen können. Dem Rapper folgen 402617 Fans auf Twitter, gerade mal doppelt so viele Zuschauer hatte Raabs Sendung. Mitdiskutant und CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn hat gerade einmal 1898 Twitter-Fans. Wer wird da eine SMS-Abstimmung gewinnen? Natürlich ging es in Raabs Polit-Talk auch um Sidos Leib- und Lungenthema Legalisierung weicher Drogen – sonst hätte Raab den Rapper wohl nicht eingeladen.

Die Runde gab sich 20 Minuten Mühe, ein paar Statements dazu abzugeben. Mit dabei: Eben Jens Spahn, dazu Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) – beide hatten so ihre Bedenken mit dem Kiffen für alle. Linken-Politikerin Caren Lay und Tübingens Bürgermeister Boris Palmer (Grüne) gingen auf milden Konfrontationskurs.Dazwischen hockte Sido auf dem Sofa, guckte gelangweilt und meinte: Alkohol sei viel schlimmer als Kiffen. Für Gras solle es aber bestimmte Regeln geben. Sido: „Ich finde auch nicht, dass man es überall jederzeit bekommen könnte so im Supermarkt in irgendeinem Regal oder so“. Schon lag der Meister des Sprechgesangs mit 61 Prozent bei den SMS-Wählern vorne.

Nächster Diskussionspunkt: Soll das Wahlalter auf 16 gesenkt werden? Sido: „Es ist doch egal, wie alt man ist“ – deshalb solle jeder wählen dürfen, der will. Wie das mit Kevin aus der Krabbelgruppe dann genau laufen soll, blieb er schuldig. Nicht aber, dass er selbst die CDU nie wählen würde. Grund: Zu konservativ. Den Argumenten von Jens Spahn für ein Familienwahlrecht konnte Sido nicht recht folgen, weil: „Das hab ich nicht richtig mitgekriegt“.

Konsequent zeigte sich Sido beim Thema Maxi-Löhne. Ob es gerecht sei, wenn er 400 mal mehr verdiene als ein anderer Rapper, fragte Raab. Sido: „Klar“. Die Zuschauer hätten „abgespinnt“, verhaspelte sich Raab einmal bei der Verkündung des SMS-Votings. Über 6000 Abstimmer beglückwünschten den Rapper nach der Sendung auf dessen Facebook-Seite. Einige hatten auch schon einen Vorschlag, was Sido mit den 300.000 Euro machen sollte: Dem Deutschen Hanfverband spenden.

 

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