Serientäter Bayern und Gladbach Guardiola erwartet Fest: "Wird ein super, super Spiel"

Bayern-Trainer Pep Guardiola beim 0:0 zwischen Borussia Mönchengladbach dem FC Bayern am 26. Oktober 2014. Foto: dpa

27 Tore Bayern, 26 Tore Gladbach - kein Bundesligist erzielte zuletzt mehr Treffer als die beiden Topklubs. Bayern-Coach Pep Guardiola rät dringend zum Genuss der Samstagspartie.

 

München - Die Augen von Pep Guardiola leuchteten vor Freude auf ein Fußball-Spektakel gegen eine "tolle, tolle Mannschaft". "Wenn den Leuten in Deutschland langweilig ist oder sie nichts zu tun haben, rate ich ihnen, das Spiel im Fernsehen anzuschauen. Es wird ein super, super Spiel", erklärte der Trainer des FC Bayern vor der Partie am Samstag bei Borussia Mönchengladbach.

Guardiola lobte Spieler, Taktik und Mentalität beider Teams, über die nahende 21. Herbstmeisterschaft verlor der Bayern-Coach dagegen kein Wort.

Der dominierende Tabellenerste gegen das andere Top-Team der vergangenen Wochen - der Klassiker der 1970er Jahre ist seit der Renaissance der Mönchengladbacher in den vergangenen Jahren auch im aktuellen Fußball wieder ein richtiger Hingucker.

In dieser Saison berauscht das Team seit dem Trainerwechsel ebenfalls wieder seine Fans: Unter André Schubert verloren die Mönchengladbacher keines ihrer neun Bundesligaspiele, nur Bayern holte da mit 25 Zählern mehr Punkte als die "Fohlen".

"Der FC Bayern ist im Moment wohl die beste Mannschaft der Welt, auf Augenhöhe mit dem FC Barcelona", pries der Gladbacher Coach den Gegner vor dem erwarteten Torfest.

Richtig Spaß hatte Guardiola schon beim Studium der Gladbacher am Laptop, wie der 44-Jährige am Freitag verriet. "Gladbach ist eine der besten Mannschaften, nicht nur in diesem Jahr, auch in der Geschichte der Bundesliga. Immer mit Offensivmentalität, sie sind sehr aggressiv nach vorne. Ich mag diese Mannschaften, ich mag wie sie spielen", beschrieb es Guardiola.

Sein eigenes Team kickt ja sowieso extraklasse. 26 Bundesliga-Tore erzielte die unter Schubert ungeschlagene Gladbacher Mannschaft. Nur Bayern, in 48 Bundesliga-Hinrundenspielen unter Guardiola unbesiegt, traf in dieser Zeit mit 27 Toren öfter.

Mit einer beträchtlichen Wahrscheinlichkeit wird am drittletzten Spieltag vor der Winterpause, wenn die Münchner mit einem eigenen Sieg sicher Herbstmeister werden können, eine der imposanten Serien reißen.

"Je länger so eine Serie bisher gehalten hat, desto wahrscheinlicher ist, dass sie irgendwann wieder reißt. Wir sind guter Dinge, dass wir diese Serie durchbrechen können", sagte Thomas Müller. Dass die eigene Erfolgsbilanz getrübt werden könnte, zog der Torjäger erst gar nicht in Betracht.

Dabei macht der Blick auf die jüngsten Duelle, wiederholt auch von Fehlern von Welttorhüter Manuel Neuer begleitet, den Gladbachern Mut. "Wir werden ohne Angst antreten und mutig nach vorne spielen", versicherte Offensivmann Raffael.

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In den vergangenen elf Bundesliga-Spielen gab es nur vier Siege für die Münchner Übermacht, in der Vorsaison holte die Borussia vier der sechs Punkte aus den direkten Duellen. "Gladbach war in den letzten Jahren immer ein sehr harter Gegner, wir haben uns nie leichtgetan", erinnerte Müller.

In Bestbesetzung können beide Teams nicht auflaufen. Verzichten müssen die Gladbacher wohl weiterhin auf Ibrahima Traoré (Oberschenkelprobleme). Definitiv nicht dabei sind Patrick Herrmann, André Hahn, Alvaro Dominguez, Martin Stranzl und Nico Schulz.

Bei den Bayern fehlen Stars en masse. Douglas Costa, Arjen Robben, David Alaba müssen weiter pausieren. Die Ausfälle von Mario Götze, Thiago und Juan Bernat standen schon vorher fest.

 

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