Semsterstart im Herbst OB Reiter appelliert: Münchner, vermietet an Studenten!

Wohnungssuche in München: Vor allem für Studenten ist das gerade kein Spaß. Foto: dpa

Halbwegs bezahlbare Wohnungen sind in München Mangelware. Die Stadt bittet die Bevölkerung deshalb, Studenten als Untermieter bei sich aufzunehmen.

München Gewünscht sind 16 Quadratmeter, gerne in Haidhausen oder der Maxvorstadt. 550 Euro darf das Zimmer kosten, keine ganz kleine Summe. Dafür muss es aber recht schnell gehen: Spätestens am 22. August braucht Laura eine neue Bleibe. Das wird auf dem überhitzten Münchner Wohnungsmarkt keine leichte Sache.

Inserate wie das der 24-jährigen Laura gibt es bei WG-Gesucht und anderen Internetportalen zu Hauf. Jeden Tag auf Neues gehen dort Dutzende Anfragen ein. Auf der Angebotsseite sieht es dagegen vergleichsweise mau aus.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) haben ob dieser schwierigen Lage nun mal wieder einen offenen Brief verfasst. Gemeinsam mit Ursula Wurzer-Faßnacht, der Geschäftsführerin des Studentenwerks, appellieren sie darin an die Münchner, Zimmer und kleine Appartements an Studenten zu vermieten.

„Wir bitten Sie dringend: Helfen Sie den jungen Leuten bei ihrem Einstieg in einen neuen, wichtigen Lebensabschnitt und bieten Sie ihnen ein bezahlbares Dach über dem Kopf!“, schreiben Reiter und Spaenle. „Jedes Zimmer kann helfen, selbst wenn es nur für ein oder zwei Semester ist.“

Momentan ist die Not auf dem Münchner Wohnungsmarkt mal wieder besonders groß. Im Oktober beginnt an den Hochschulen und Universitäten das Wintersemester, da versuchen gerade besonders viele Leute irgendwo in der Stadt noch unterzukommen.

Reiter und Spaenle versuchen Wohnungseigentümern deshalb auch ein eigentlich nicht so gerne gesehenes Modell schmackhaft zu machen. „Gestatten Sie Ihren Mieterinnen und Mietern doch bitte, an Studierende preisgünstig unterzuvermieten.“

 

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