Seit Wochen im Formtief Nach dem Kovac-Aus beim FC Bayern: Diese Spieler müssen jetzt liefern

Thomas Müller, Thiago und Coutinho müssen sich unter dem neuen Trainer steigern. Foto: imago images / Sven Simon

Niko Kovac stand vor seiner Entlassung massiv in der Kritik, doch auch einige Spieler laufen ihrer Form seit Wochen hinterher. Die AZ gibt einen Überblick.

 

München - Niko Kovac war es in 490 Tagen Amtszeit als Bayern-Coach nicht gelungen, ein überzeugendes Spielsystem zu etablieren, was einer der Hauptgründe für seine Entlassung sein sollte. Die Bindung zwischen Mannschaft und Trainer schien zu bröckeln, von internen Machtkämpfen war die Rede. Wer auch immer diesen nun gewonnen hat, sind es die Spieler, die sich nun zusammenreißen müssen.

Im Gegensatz zu den aktuell einzigen Leistungsträgern wie Lewandowski, Neuer und mit Abstrichen Gnabry, Kimmich und Alaba, findet man vor allem im Mittelfeld erfahrene und etablierte Spieler, die ihrer Form meilenweit hinterherhinken:

Thiago völlig von der Rolle

Der Spanier ist eine der größten Enttäuschungen der laufenden Saison. Leichtsinnige Ballverluste und Fehlpässe statt Zauber im Mittelfeld, bisher null Torbeteiligungen. Auch defensiv kommt Thiago oftmals zu spät, so hat er sich schon drei gelbe Karten abgeholt. Er muss wieder der Bayern-Motor im Mittelfeld werden, der in den letzten Jahren so unverzichtbar war. Eine Systemumstellung könnte ihm dabei in die Karten spielen, so hatte er im Mittelfeld vor allem Probleme neben Kimmich, der ebenfalls oft den Ball forderte.

Philippe Coutinho braucht die Bindung zum Spiel

Als Königstransfer angekündigt, konnte der brasilianische Nationalspieler bis jetzt nur selten glänzen. Immerhin, zwei Tore und vier Torvorlagen hat er beigesteuert, allerdings war auch er nicht in der Lage, die zuletzt stotternde Offensive durch seine berüchtigten Einzelaktionen zu bereichern. Für ihn wird es wichtig sein, dass ihn der neue Trainer besser ins Spiel einbindet als Kovac. Nur so kann er Unterschiedsspieler sein. Das Experiment, Müller und Coutinho gleichzeitig aufzustellen, scheiterte zuletzt mehrmals.

Thomas Müller: Mit dem nächsten Trainer sollte es passen

Es war der zweite Trainer innerhalb von drei Jahren, mit dem der ehemalige deutsche Nationalspieler nicht immer zurechtgekommen ist. Auch bei der Entlassung von Carlo Ancelotti zeigte sich Müller sichtlich erleichtert, da er beim aktuellen Neapel-Coach nicht immer die erste Wahl war. Unter Niko Kovac konnte Müller eine solide erste Saison spielen, doch mit Star-Neuzugang Coutinho sah sich der Ur-Bayer immer häufiger auf der Bank, Kovac bezeichnete ihn unglücklich als "Notnagel". Jetzt muss Müller unter Beweis stellen, dass er weiterhin den Anspruch auf einen uneingeschränkten Startplatz stellen kann – oder ob ein Wechsel in absehbarer Zeit doch die wahrscheinlichere Variante ist.

 

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