Schwierige Löwen-Perspektive TSV 1860: Günther Gorenzel schlägt Alarm - "Seriös um Klassenerhalt spielen"

Löwen-Bosse: Sportchef Günther Gorenzel, Geschäftsführer Michael Scharold und Präsident Robert Reisinger (v.li.). Foto: imago/MIS

Günther Gorenzel zeichnet nach der Niederlage des TSV 1860 bei den Würzburger Kickers eine düstere Zukunftsprognose. Es geht um mögliche Neuverpflichtungen - und Vertragsverlängerungen.

München/Würzburg - Beim TSV 1860 ist schnell wieder Ernüchterung eingekehrt: Nach zuvor vier Siegen aus fünf Spielen war die Leistung beim 1:2 bei den Würzburger Kickers überschaubar. Das galt auch für die Stimmung danach. Sportchef Günther Gorenzel bekräftigte, wie schwierig die Kaderplanung angesichts des Konsolidierungskurses sei.

Günther Gorenzel: "Sportbudget sehr stark reduziert"

"Wir haben eingeschränkte Mittel, das Sportbudget wurde sehr stark reduziert, und von dem her haben wir keinen Handlungsspielraum: Richtung Neuverpflichtungen, aber auch nicht für Vertragsverlängerungen", erklärte der Löwen-Geschäftsführer: "Es gilt erstmal, sich diesen Handlungsspielraum zu verschaffen. Der Kader muss reduziert werden und das wird nicht nur auslaufende Verträge betreffen. Wir werden in den nächsten Tagen und Wochen mit den Spielern ganz offene Gespräche führen. Jeder Spieler wird fair behandelt und von uns die Situation dargestellt bekommen."

Heißt: Sechzig muss wohl auch Spieler loswerden, die eigentlich noch länger an den Verein gebunden sind. In den vergangenen Wochen hatten weder Gorenzel noch 1860-Trainer Daniel Bierofka entsprechende Nachfragen der AZ verneint. Nun ist es also offiziell. Gorenzel wiederholte sich, dass der Kader deutlich verkleinert werden müsse.

TSV 1860: schwierige Perspektive

"Die Aufgabe ist jetzt, aus den bestehenden Möglichkeiten das Beste herauszuholen. Das ist jetzt die Aufgabe, der ich mich stellen muss. Es ist eine Riesen-Herausforderung für jedes Unternehmen, wenn du von einem Jahr auf das andere die Mittel stark reduzieren musst", sagte er weiter. 

Der Trainer und er seien jedoch Angestellte des Vereins und müssten versuchen, "jetzt das Bestmögliche herauszuholen", meinte er weiter. "Fakt ist aber auch und das will ich klar festhalten: Wir werden auch nächstes Jahr eine Mannschaft stellen, die seriös um den Klassenerhalt mitspielen kann. Aber man muss von der Erwartungshaltung her kleinere Brötchen backen."

Klingt nicht gerade nach einer rosigen Perspektive in der kommenden Saison.

 

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