Sanierungsarbeiten Haidhausen: Kein Holpern mehr am Kirchberg

Gerade noch Baustelle, trotzdem wird hier schon rege geradelt. Foto: SPD

Es hat sich ausgeholpert und gerempelt am Kirchberg. Die Kirchenstraße wird zur Fahrradstraße und Fußgänger bekommen breitere Wege.

 

Haidhausen - Bislang ratterten Radlfahrer am Haidhauser Kirchberg mehr schlecht als recht vorbei. Die Radlwege an der Kirchenstraße waren durch Wurzeln aufgeplatzt, arge Löcher im Teer kamen hinzu – und auch die Kanaldeckel standen über. Fußgänger kamen dort nicht leichter voran: Denn auch der Gehweg, teils hinter Bäumen versteckt, war für die meisten Kinderwagen zu schmal. Wenn zwei Leute nebeneinander gingen, kam ein Dritter nicht vorbei, ohne auf den Radlweg ausweichen zu müssen. Oftmals kam es zu brenzligen Situationen oder Beinahe-Unfällen.

Kirchenstraße wird zur Fahrradstraße umgebaut

Holperfahrten und Rempeleien gehören dort in Zukunft der Vergangenheit an: Gerade werden Fahrbahn und Trottoir auf Höhe der Flurstraße bis hinunter zur Wolfgangstraße saniert – und dieser Teil der Kirchenstraße zur Fahrradstraße umgebaut.

Bei einer Bürgerversammlung hatten die Haidhauser angemerkt, dass eine derartige Umwidmung sinnvoll wäre. Einen entsprechenden Antrag der SPD hatte der Bezirksausschuss Au-Haidhausen (BA) bereits vor fünf Jahren beschlossen. Nun wird das Vorhaben endgültig umgesetzt.

"Die Aufstellfläche vor dem Waschsalon wird vergrößert und die Querung an der Kirchenstraße verkürzt", sagt Nina Reitz, Sprecherin der SPD im BA. Die Bushaltestelle an der Flurstraße, wo auch eine Grundschule ist, wird ein Stück verlegt, um den Fußweg dorthin zu verbessern. Zudem soll es in der Kirchstraße zukünftig eine Mobilitätsstation, einen Platz für Leihradl sowie Leihautos geben.

Gemeinsames Abendessen auf der Baustelle

Der Bezirksausschuss hat für die viel genutzte Radverbindung zwischen Max-Weber-Platz und Berg am Laim eine weitere Idee: Dem Willen des Gremiums nach soll die Fahrradstraße bald bis zum Haidenauplatz verlängert werden.

All das dürfte auch die Anwohner freuen. Seit mehr als einem Monat sind sie von der Baustelle vor ihrer Haustür betroffen. Gegrantel darüber gab es weniger. Im Gegenteil: Nach Feierabend sah man an der Ecke zum Friedhof häufiger Nachbarn, die sich mit Tischen und Stühlen zum gemeinsamen Abendessen auf der Baustelle verabredet hatten.

 

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