Routinier des FC Bayern Für immer jung: Robben macht markige Ansage

Kam 2009 von Real Madrid nach München: Arjen Robben (li.) vom FC Bayern. Foto: firo/Augenklick

Altstar Arjen Robben brilliert mal wieder - und sagt: "Aktuell fühle ich mich nicht wie ein 34-Jähriger." Der Holländer ist topfit – und in dieser Form noch immer unersetzlich für den FC Bayern.

München - Die Familie musste am Samstagabend noch einen Moment auf Arjen Robben warten, der Niederländer war nach dem 3:1-Erfolg gegen Bayer Leverkusen einer der gefragtesten Gesprächspartner. Und so standen Robbens Frau Bernadien und die drei Kinder noch einige Minuten in den Katakomben der Allianz Arena und lauschten ihrem Arjen.

Robben schließt zu Elber auf

"Den Ball habe ich gut getroffen, vielleicht war auch ein bisschen Glück dabei", sagte Robben bescheiden zu der schönsten Szene des Spiels, seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 (Lesen Sie hier die Stimmen zum Spiel). Nach einem Fehler des Leverkuseners Jonathan Tah nahm Robben den Ball volley – und knallte ihn in den Winkel (19. Minute). Das Spiel war gedreht nach Wendells Führungstor per Elfmeter (5.) und Corentin Tolissos Ausgleich (10.).

Mats Hummels, der neben dem ebenfalls angeschlagenen Leon Goretzka auf der Haupttribüne saß, formulierte den einzig passenden Kommentar zu Robbens Knaller: "Geil!", sagte der jubelnde Weltmeister.

Für Robben war es ein wunderschönes und zugleich statistisch wertvolles Tor: Mit nun 140 Pflichtspieltreffern schloss er zu Bayern-Legende Giovane Elber auf. Der Brasilianer saß passenderweise auch im Publikum.

Robben einer der besten Bayern

Nicht nur wegen des Tores gehörte Robben gegen Leverkusen zu den besten Bayern-Akteuren. Der Niederländer begeisterte die Zuschauer mit seinen Dribblings, teilweise spielte er gleich zwei oder drei Gegner auf einmal aus. "Ich gebe immer Vollgas. Das Wichtigste ist, dass du alles gibst, wenn du auf dem Platz bist", sagte Robben nach der Partie. "Ich bin 34 Jahre und versuche, jeden Moment zu genießen. Ich weiß nicht, wie lange es noch so geht. Aktuell fühle ich mich nicht wie ein 34-Jähriger." Robben grinste wie ein frecher Bub. Die Zeit kann er nicht aufhalten – aber das kümmert ihn auch nicht weiter. Robben ist topfit und noch immer unersetzlich für den FC Bayern.

Einen maßgeblichen Anteil an der tollen Form des Außenstürmers hat Trainer Niko Kovac, der den Konkurrenzkampf bei Bayern bislang hervorragend moderiert. Gegen Leverkusen wurde Franck Ribéry (siehe Artikel links oben) geschont, Robben und Youngster Serge Gnabry (23) besetzten die Flügelpositionen.

"Er wirkt wie ein Spieler, ist sehr ehrgeizig", lobte Robben die Arbeit seines Trainers. "Er legt viel Wert auf eine gute Physis und weiß, was wir brauchen. Das gefällt mir."

Robben nimmt Bayern-Kollegen in die Pflicht

Am Mittwoch dürften wieder die Altstars Robben und Ribéry in der Startformation stehen – in der Königsklasse kennen sie sich noch ein bisschen besser aus als der junge Gnabry. "Wir müssen den Weg weitergehen, wir haben noch Verbesserungspotenzial", forderte Robben mit Blick auf das Benfica-Spiel. "In der zweiten Halbzeit haben wir etwas nachgelassen. Da muss man aufpassen. Benfica Lissabon ist im Umschaltspiel sehr gut. Nach vorne haben wir sehr viel Qualität, aber wir müssen auch gut gegen den Ball arbeiten."

Es war Robbens Wort zum Sonntag. Dann verabschiedete er sich mit seiner Familie ins Wochenende.

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