Rosenheimer Straße Radl-Demo für breiten Radl-Weg

400 Radler nahmen an der Demo teil. Hier rollen sie von der Rosenheimer Straße zur Ludwigsbrücke. Foto: Green City/Christian Grundmann

Morgen (Mittwoch, 8. Juli) stimmt der Stadtrat über die Rosenheimer Straße ab. Ein Bündnis aus Münchner Umwelt- und Verkehrsverbänden sowie die Stadtratsfraktion der Grünen rief am Montag zu einer Radl-Demo auf, um für ihre Variante zu werben.

 

Etwa 400 Pedalisten fanden sich an der Friedenstraße ein, um über die Rosenheimer Straße und weiter über die Ludwigsbrücke und durchs Tal zum Marienplatz zu fahren. „Das war schon beeindruckend, so viele Radler zu sehen“, sagt Organisator Andreas Schuster von Green City. „Wir wollten vor dem Rathaus ankommen, um für unsere Variante zu werben.“

Das Bündnis favorisiert den Vorschlag der Stadtverwaltung: eine breite Spur pro Richtung für den Autoverkehr und eine zwei Meter breite Radl-Spur. Von den Fachreferaten wurde die Variante geprüft und als machbar eingestuft. „Der Autoverkehr könnte sich zwar stauen, aber zu einem Verkehrskollaps käme es nicht“, lautet das Fazit. Weiterer Vorteil: Da kaum Umbauten nötig sind, ließe sich diese Variante schnell umsetzen.

CSU und SPD wollen weiterhin vier Spuren für den PKW-Verkehr erhalten und plädieren für die „Schmalspurvariante“. Die Fahrspuren wären dann nur noch 2,85 Meter breit (bisher etwa drei Meter), der Radlstreifen nur 1,50 Meter. „Da sind Außenspiegel und Lenker direkt nebeneinander“, resümiert Schuster die Gefahrenlage. Zudem müssten Bäume gefällt werden und Parkplätze würden wegfallen. „Die Rosenheimer Straße würde ihr Erscheinungsbild verändern. Außerdem ist die Umsetzung teurer“, fasst Schuster zusammen. Die Variante der Verwaltung wäre nicht nur billiger, sondern auch sicherer. Für alle.

 

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