Restaurant-Schließungen in München Diesen Münchner Burger-King-Filialen droht das Aus

Die Yi-Ko Holding hat alle elf Münchner Burger-King-Restaurants betrieben. Foto: google maps / dpa

Der Fast-Food-Riese Burger King hat seinem größten Franchisenehmer gekündigt, 89 Filialen werden wohl geschlossen - elf davon in München. Vom Tal bis Giesing: In diesen Burger-Restaurants bleiben die Küchen womöglich bald kalt.

 

München - Die Yi-Ko Holding war ein wahrer Franchise-Riese. Der größte, den Burger King in Deutschland hatte. Insgesamt betrieb die Holding deutschlandweit 89 offizielle Burger-King-Restaurants. Damit ist jetzt Schluss.

Nach einem Hygiene-Skandal im Mai diesen Jahres und mehreren Verstößen gegen das Arbeitsrecht hat Burger King der Yi-Ko alle Verträge gekündigt - mit sofortiger Wirkung.

Mit der Kündigung müssen die Filialen umfirmieren, sie werden künftig nicht mehr von Burger King beliefert. Eine vorübergehende Schließung der Filialen ist wohl nicht zu verhindern.

Der Yi-Ko Holding gehörten auch Burger-King-Filialen in München. Elf an der Zahl. Auch in der Landeshauptstadt kann's durchaus sein, dass der Burger-Fan bald vor verschlossenen Türen steht.

Das sind die Filialen, die in München betroffen sind:

- Einsteinstraße 130

- Eggenfelder Straße 114

- Giesinger Bahnhofsplatz 8

- Wasserburger Landstraße 4

- Sonnenstraße 6

- Im Tal 10

- Hauptbahnhof, Bahnhofsplatz 2

- Hauptbahnhof, Bayerstraße 10a

- Pollingerstraße 2

- Chiemgaustraße 214

- Triebstraße 44

Eine Liste mit allen betroffen Yi-Ko-Filialen in Deutschland finden sie hier.

Immer wieder Verstöße gegen Hygienevorschriften und vertraglich festgelegte Arbeitsbedingungen

Burger King erklärte, diese "schwierige, jedoch notwendige Entscheidung wurde getroffen, nachdem sich die Yi-Ko wiederholt nicht an die vertraglich vereinbarten Arbeitsbedingungen für ihre 3000 Restaurant-Mitarbeiter gehalten hat".

Vor einiger Zeit hatte die RTL-Sendung "Team Wallraff - Reporter Undercover" über Missstände bei dem Burger-King-Lizenznehmer berichtet. Mehrere Filialen wurden daraufhin zeitweise geschlossen.

Einer der Gesellschafter des Franchise-Nehmers zog sich laut Burger King aus der Geschäftsführung zurück. In der Mitteilung hieß es nun, "trotz anfänglicher Erfolge" habe man feststellen müssen, dass Yi-Ko erneut gegen Vereinbarungen verstoßen habe. So habe der besagte Gesellschafter "fortwährend Einfluss auf das Tagesgeschäft" genommen.

Zudem sei gegen Arbeitsverträge verstoßen worden, und Schichten in den Restaurants seien unterbesetzt gewesen. Bei Yi-Ko selbst war am Mittwoch zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

"Die Kündigung stellt für uns nur den letzten Schritt dar", erklärte Burger-King-Manager Andreas Bork. Die übrigen 599 Restaurants der Kette in Deutschland sollten ihren Betrieb "wie gewohnt" fortsetzen.

 

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