Regionalliga Bayern Türkgücü München: Regionale Gelassenheit trotz Corona

Die sportliche Führung von Türkgücü München um Trainer Reiner Maurer. Foto: imago/foto2press

Der Drittligist in spe, Türkgücü, schließt einen Gehaltsverzicht aus und glaubt an den Aufstieg.

 

München -Das Coronavirus und die Folgen für den Fußball. Besonders verheerend trifft es derzeit die Dritte Liga. Nach dem SV Meppen, Eintracht Braunschweig und Hansa Rostock hat am Dienstag nun auch der 1. FC Magdeburg Kurzarbeit angemeldet.

Und eine Etage tiefer? Geht es den Klubs in der Regionalliga Bayern etwa noch schlechter? Nicht, wenn man bei Türkgücü München nachfragt. Beim potenziellen Drittliga-Aufsteiger (neun Punkte Vorsprung auf Verfolger Schweinfurt) herrscht wie überall im bezahlten Fußball zwar eine gewisse Angespanntheit ob der unabwägbaren Situation – aber dennoch auch demonstrative Gelassenheit.

Regionalliga ebenfalls vom Virus betroffen

Motto: Wir schaffen das! Max Kothny, der den Posten des Geschäftsführers erst kürzlich von Robert Hettich übernommen hat, will in der Krise nichts überstürzen und sieht eher andere in der Pflicht: "Die Vereine müssen sich gedulden und dürfen nicht mit unüberlegten Maßnahmen vorpreschen. Die Verbände brauchen Zeit in dieser schwierigen Lage, um für alle Beteiligten eine gute Lösung finden zu können."

Soweit, so nachvollziehbar. Allerdings haben Kothny & Co. auch den entscheidenden Vorteil, trotz der Krise finanziell halbwegs auf sicheren Beinen zu stehen. Mäzen und Präsident Hasan Kivran sei Dank. Das Thema Gehaltsverzicht spielt für den ambitionierten Migrantenverein (noch) keine Rolle. "Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber den Spielern und Mitarbeitern bewusst. Auch in dieser schweren Zeit, ist es unsere Pflicht die Verträge zu erfüllen", betont Kothny. Wie lange diese Aussage bestand hat, hängt natürlich von der Entwicklung der Virus-Pandemie ab.

Türkgücü München rechnet weiter mit Aufstieg in 3. Liga

Unerschöpflich sind die finanziellen Mittel von Türkgücü freilich nicht. Kothny: „"Wir haben bei unseren Budgetplanungen schon einen kleinen Puffer eingerechnet. Wie es dann aber finanziell im November aussieht, wenn immer noch nicht wieder gespielt werden kann, kann heute niemand sagen."

Die allgemeine Ungewissheit betrifft also auch den Viertligisten. Am Saisonziel hat sich trotz Coronavirus laut Kothny jedoch nichts geändert: "Wir gehen davon aus, dass die Saison noch zu Ende gespielt wird. Wir planen auf jeden Fall weiterhin mit der Möglichkeit des Aufstiegs."

 

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