Präsident verwundert über Kritik FC Bayern: Uli Hoeneß schließt 100-Millionen-Transfer im Sommer aus

Präsident des FC Bayern: Uli Hoeneß Foto: firo/Augenklick

Trotz des "größten Investitionsprogramms der Vereinsgeschichte" wird der FC Bayern in diesem Sommer keinen Neuzugang für einen dreistelligen Millionenbetrag verpflichten. Dies stellt Präsident Uli Hoeneß nun klar.

 

München - "Wir werden das größte Investitionsprogramm in der Geschichte des FC Bayern starten", kündigte Präsident Uli Hoeneß im März an - dabei ist der FC Bayern schon mittendrin. Lucas Hernández kommt im Sommer für rund 80 Millionen von Altético Madrid, sein Landsmann Benjamin Pavard wird für 35 Millionen Euro vom VfB Stuttgart verpflichtet. Bis zu 300 Millionen Euro sollen die Bayern investieren wollen, um ihre Mannschaft zu verstärken.

Einen Transfer in dreistelliger Millionenhöhe wollen die Bayern im Sommer allerdings nicht tätigen. Dies stellte Präsident Uli Hoeneß nun klar. "Dieses Jahr sicherlich nicht. Und ich muss zugeben, auch 80 Millionen hätte ich mir vor zehn Jahren nicht vorstellen können."

Uli Hoeneß verwundert über Transfer-Kritik

Hoeneß zeigt sich verwundert, dass die Rekordausgabe von 80 Millionen Euro für Hernández in Deutschland so kritisch bewertet wurde. "Vor kurzem hieß es noch, mit seiner vorsichtigen Transferpolitik habe der FC Bayern keine Chance mehr, in die Phalanx der englischen und spanischen Top-Klubs sowie von Paris Saint-Germain einzudringen. Jetzt liefern wir, und die Leute schreien: Wie kann man für einen Spieler 80 Millionen ausgeben?"

Die neuen finanziellen Dimensionen auf dem Transfermarkt haben für Hoeneß (67) auch damit zu tun, "dass ausländische Investoren, Oligarchen, amerikanische Hedgefonds und sogar ganze Staaten wie Abu Dhabi und Katar ins Fußballgeschäft eingestiegen sind".

Uli Hoeneß: Kylian Mbappé? "Würde ich sofort kaufen"

Ein Spieler, den Hoeneß gerne einmal im Trikot des Rekordmeisters sehen würde, ist Kylian Mbappé von Paris Saint-Germain. "Mbappé würde ich sofort kaufen. Der Spieler ist toll", sagt Hoeneß über den 20 Jahre alten Weltmeister. "Aber für den fehlt uns das notwendige Geld", ergänzt der Präsident des deutschen Rekordmeisters.

PSG hatte für den Stürmer schon vor knapp zwei Jahren 180 Millionen Euro an den AS Monaco bezahlt. Der Marktwert von Mbappé wird inzwischen auf deutlich über 200 Millionen Euro taxiert. Eine Summe, von der der FC Bayern noch weit entfernt ist.

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