Polizeieinsatz Ernst August Prinz von Hannover: Notruf, Schlägerei, Psychiatrie!

Seit 1999 ist Ernst August von Hannover mit Caroline von Hannover verheiratet. Foto: BrauerPhotos

Auf dem Grundstück von Ernst August von Hannover in Grünau (Österreich) ist es in der Nacht zum Mittwoch zu einem Polizeieinsatz gekommen. Im Mittelpunkt: Der Skandal-Prinz und Ehemann von Caroline von Hannover. Was ist genau am Jagdhaus vorgefallen? Die österreichischen Beamten und der 66-Jährige machen unterschiedliche Angaben.

 

Der 66-jährige Ur-Enkel des letzten deutschen Kaisers wählte den Notruf – damit fing das Drama an. Doch ab dann beginnen zwei unterschiedliche Versionen.

Polizeieinsatz am Jagdhaus von Ernst August von Hannover

Laut Polizei bat der Mann am Telefon um sofortige Hilfe, da er in einer Notsituation sei und in einem Graben liegen würde. Nach rund 20 Minuten kamen die Beamten und konnten dort zwei Personen antreffen, nicht aber den Welfenprinzen. Als man gemeinsam zum Jagdhaus fuhr, wurde das Paar vom Eigentümer des Grundstücks verwiesen. Der Anrufer sei auch der Polizei gegenüber aggressiv in Erscheinung getreten. Der Prinz soll mit einem 30 Zentimeter langen Messer gedroht haben. Es kam zur Prügelei, die mit einem "Abwehrstoß" und einem am Boden liegenden Ernst August endete, so schildert die Polizei den Vorfall. Seine Hände seien danach mehrfach fixiert worden. Ein dazugerufener Arzt wies den 66-Jährigen in die Psychiatrie eines Klinikums ein. "Aus Selbstschutz", so ein Beamter zu "Bild".

Psychiatrie-Einweisung nach Polizeieinsatz

Ernst August von Hannover bestreitet dies. Der "Kronenzeitung" sagt er: "Ich hatte eine Unterzuckerung, wählte deswegen den Notruf. Ich sagte, dass sie sich beeilen sollen, weil es mir sehr schlecht geht. Warum aber die Polizei mitgekommen ist, weiß ich nicht." Die Beamten seien ohne Grund auf ihn losgegangen und hätten ihm ins Gesicht geschlagen. Der Welfenprinz weiter: "Ich glaube, die waren besoffen, die machten zumindest den Eindruck. Dann haben sie mich in einer Ambulanz angekettet. Fünf Stunden haben sie mich nicht rausgelassen. Sie wollten mich in ein Zimmer bringen und mich niederspritzen. Ich stand die ganze Nacht. Ich hab ihnen gesagt, das tun sie mit mir nicht, ich bin ein ganz normaler Mensch. Ich hab so lange geschrien, bis ich raus durfte."

Der 66-Jährige sei "unschuldig" und "nie handgreiflich" gewesen, beteuert er. Er droht jetzt mit Klagen gegen die Polizei und Psychiatrie. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

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