Poker um Transfer Rummenigge über Höjbjerg: 15 Vereine wollen ihn

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Karl-Heinz Rummenigge spricht über den Poker um Pierre-Emile Höjbjerg. Er erinnert an gute Erfahrungen mit Leihgeschäften, sieht aber ein Risiko für den FC Bayern.

 

München - Die Dienstreise des FC Bayern nach Berlin erlebte Pierre-Emile Höjbjerg nur als Zuschauer. Denn beim glanzlosen 1:0-Sieg seiner Mannschaftskollegen gegen Hertha BSC saß der dänische Nationalspieler 90 Minuten auf der Bank. Mal wieder.

Dass der 19-Jährige mit dieser Rolle unzufrieden ist und mehr Spielzeit möchte, ist kein Geheimnis. Zuletzt hatte er bereits öffentlich gesagt, dass er dafür auch bereit wäre, den Verein möglicherweise zu wechseln.

„Ich glaube Pierre Höjbjerg hat so etwa 15 Vereine, die ihn morgen gerne ausleihen oder nehmen würden“, wird Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview mit der Bayern-Blogseite „miasanrot.de“ zitiert. Unter anderem Hannover 96, der FC Augsburg, Borussia Mönchengladbach sowie der AC Mailand und der AS Rom sollen interessiert sein.

„Es ist jetzt die große Frage, was ist für den Spieler und was ist für den FC Bayern das Beste, denn wir müssen im Moment auch auf unsere Verletzten-Situation Rücksicht nehmen, die nicht gerade gering ist“, sagte Rummenigge.

Eine Entscheidung über ein mögliches Ausleihgeschäft sollte eigentlich schon am Donnerstag in einem Gespräch zwischen Höjbjergs Beraters Sören Lerby, Rummenigge und Sportvorstand Matthias Sammer fallen. Die monatelange Zwangspause von Kapitän Philipp Lahm (Knöchelbruch) hat die Ausgangslage aber zumindest kurzfristig verändert.

Denn momentan wird Höjbjerg als Alternative in der Mittelfeldzentrale gebraucht. So wie zuletzt bei seinem Startelfeinsatz in der Champions League bei Manchester City (2:3). „Wir müssen aufpassen, dass wir uns kein Problem einheimsen, wenn wir den Spieler jetzt im Januar ausleihen“, sagte Rummenigge.

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Gleichzeitig erinnerte er aber auch an die „guten Erfahrungen mit Ausleihen“, die der FC Bayern unter anderem mit Lahm, David Alaba und Toni Kroos gemacht habe: „Die Spieler kommen zurück und sind fertige Spieler, die dann auch Bayern München-Niveau haben.“

Lerby kündigte in der "Bild" an, die nächsten Wochen nun noch abwarten zu wollen: „Ende des Jahres entscheiden wir dann, wie es für Pierre weiter geht. Er ist beim besten Verein der Welt, hat Angebote – das ist eine absolute Luxussituation.“ Der Poker um Bayerns Mittelfeldjuwel geht also in die nächste Runde.

 

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