Pinakothek der Moderne „Schaustelle“ der Pinakothek soll junges Publikum begeistern

Museumsfrühschoppen: Wolfgang Heubisch mit Sektglas in der nach Angaben der Veranstalter größten begehbaren Sofortbildkamera der Welt. Foto: dpa

Die schlechte Nachricht: Die Pinakothek der Moderne bleibt für Renovierungsarbeiten monatelang geschlossen. Die gute: Ein Provisorium neben dem Museum soll die Zeit überbrücken

Die „Schaustelle“ an der Münchner Pinakothek der Moderne soll auch ein junges Publikum ins Museum locken. An diesem Samstag wird das Provisorium offiziell eröffnet. „Es ist ein Ereignis, womit wir die schlechte Nachricht von der Schließung der Pinakothek der Moderne mit einer guten verbinden können“, sagte der Direktor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Klaus Schrenk, am Donnerstag.

Die Sanierung und der Pavillon kosten jeweils rund 750 000 Euro. In der erst zehn Jahre alten Pinakothek müssen Risse im Mauerwerk ausgebessert werden. Seit Ende Februar ist das Museum deshalb geschlossen. In der provisorischen „Schaustelle“ sollen in dieser Zeit auch experimentelle und innovative Projekte gezeigt werden, die vor allem junge Besucher anlocken sollen.

Beispielsweise präsentiert die „Schaustelle“ eine Hörinstallation von David von Westphalen. Zu hören sind Stimmen aus der geschlossenen Pinakothek der Moderne – die Stimmen derjenigen, die hinter den Kulissen arbeiten. Außerdem können Besucher sich in der nach Museumsangaben größten begehbaren Großformatkamera der Welt fotografieren lassen. Die „Imago 1:1“ wurde 1970 entwickelt.

„Wir haben das Beste aus dieser misslichen Situation drüben gemacht“, sagte Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP). Er hoffe, dass die Renovierung wie geplant über die Bühne gehe, die Zukunft der „Schaustelle“ müsse darum aber nicht besiegelt sein. „Ich habe noch ein wenig Zweifel, ob die im Herbst wirklich ihren Dienst einstellen wird“, sagte er. „Nichts hält so lange wie ein gutes Provisorium.“

 

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