Ortstermin am Deutschen Museum Söder: Freistaat will Isarflussbad finanziell unterstützen

, aktualisiert am 29.08.2018 - 10:05 Uhr
Die zwei von der Isar: Bürgermeister Josef Schmid (links) und Ministerpräsident Markus Söder am möglichen Flussbad. Weitere Bilder vom Ortstermin der CSU. Foto: Petra Schramek

Lokaltermin an der Isar, Inspizierung der Flussbad-Location für Münchner: CSU-Politiker gehen in Begleitung von Ministerpräsident Markus Söder und Umweltminister Marcel Huber auf ihre Art baden.

München - Natürlich drängen sich bei diesem Anblick recht simple Wortspiele auf. So nach dem Motto: Die CSU geht baden. Haha, was für ein Lacher! Dabei muss man - ganz der Wahrheit verbunden - natürlich sagen: Richtig baden ist die CSU gar nicht gegangen. Hose, Hemd, mitunter auch die Jacke – all das blieb an der Isar am Dienstag brav an.

Söder sichert finanzielle Unterstützung zu

Was Münchner CSU-Politiker aber sehr wohl getan haben: sich unter prominenter Begleitung von Ministerpräsident Markus Söder und Umweltminister Marcel Huber die geplante Stelle für ein Flussbad, auf Höhe des Deutschen Museums, anschauen – samt kleinem Picknick am Isarufer.

Beim Besichtigungstermin am Dienstag sicherte Ministerpräsident Söder finanzielle Unterstützung für das Isarflussbad zu: "Der Freistaat wird einen substanziellen Beiträge zum Bau des Isarflussbades beitragen", so der 51-Jährige. Einen konkreten Betrag nannte er jedoch noch nicht. 

CSU an der Isar: Auf den Spuren der Machbarkeitsstudie

Der Stadtrat hat für das Flussbad erst kürzlich eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Zwischen neun und 34 Millionen Euro müsste die Stadt ersten Schätzungen zufolge demnach wohl hinlegen. Geld, das man bei der CSU gerne in die Hand nehmen würde – wobei man dort selbstredend nicht böse wäre, wenn das Bad auch ein bisschen günstiger herginge. Das Isarflussbad könnte zwischen der Cornelius- und Maximiliansbrücke entstehen.

Wirklich neu ist das freilich alles nicht. Und so hat man bei der SPD auch gleich durchschaut, worum es der CSU an der Isar wohl tatsächlich gegangen sein dürfte: Schöne und wahlkampfgeeignete Bilder seien das Ziel gewesen, tönte es umgehend aus der Parteizentrale. Ja Mist, wenn das so durchsichtig ist, dann ist die CSU mit diesem Manöver wohl doch irgendwie baden gegangen.

 

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