Rundherum wird es leer Darum steht das Herzkasperlzelt noch auf der Theresienwiese

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
, aktualisiert am 01.11.2018 - 14:39 Uhr
Das Herzkasperlzelt ist als einziges Wiesnzelt noch nicht abgebaut. Foto: AZ

Die Fahrgeschäfte sind schon weg, die Zelte fast vollständig abgebaut. Die Theresienwiese leert sich. Nur das Herzkasperlzelt bleibt heuer länger stehen und das aus gutem Grund.

 

München - Einsam und verlassen steht es auf der Theresienwiese: Das Herzkasperlzelt. Von den anderen Zelten rundherum stehen teilweise nur noch die Gerippe. Wo vor einem Monat noch 6,3 Millionen Menschen gemeinsam feierten, ist eine gespenstische Stille eingekehrt. Am 7. November ist aber Schluss mit der Stille, da kommt wieder Leben in das letzte verbliebene Wiesn-Zelt. Denn da wird in dem Festzelt auf der Oiden Wiesn das Fest der Demokratie gefeiert.

Dann ist der 100. Jahrestag der bayerischen Revolution. Im Herzkasperl wird der Auftakt einer Veranstaltungsreihe mit 330 Beiträgen beginnen, die bis zum Mai geht. Auf der Theresienwiese hatten sich vor 100 Jahren mehr als 60.000 Menschen versammelt, die Novemberrevolution begann hier. Dass an dieser Stelle nun ein Zelt steht, das mit 1.500 Plätzen die ideale Größe für die Demokratie-Party hat, passt dem Bezirksausschuss perfekt, der das Fest an dieser Stelle vorgeschlagen hat.

Bei den Getränken gibt es eine kleine Revolution

Eine kleine Revolution wird es auch im Herzkasperl geben. In dem Festzelt wird eigentlich Hacker-Pschorr ausgeschenkt, doch zum Fest der Demokratie kommt das Helle von Augustiner. Dafür kommt der Russe, der eine Legende nach bei der Revolution getrunken wurde, von Hacker-Pschorr.

"Ich hätte gerne gehabt, dass alle Münchner Brauereien dabei sind, aber dafür war die Zeit zu knapp", sagt Wirt Beppi Bachmeier. Logistisch wird das demokratische Herzkasperlfest noch aufwendig: Zwar steht das Zelt, aber Schänke und Küche müssen abgebaut und für einen Tag wieder aufgebaut werden.

Fest der Demokratie: Das Nachmittags- und Abendprogramm

Das Programm – so sagt's ein Sprecher vom Kulturreferat – wird Herzkasperl-Fans und Demokratie-Freunden aber gefallen, denn es erinnert sehr an das Programm im Herzkasperl. Über 50.000 Euro gibt das Kulturreferat insgesamt für die Veranstaltungen bis zum Mai aus - jeder ist eingeladen, der Eintritt ist frei. 

Kabarettist und Moderator Christian Springer moderiert durch den Abend, der um 18 Uhr von  Oberbürgermeister Dieter Reiter eröffnet wird. Musik gibt es beim Fest der Demokratie von Hans Well und den Wellbappn, gefolgt von einer Revolutions-Revue. Anschließend übernimmt die BigBand Dachau und bringt einen Specialguest zum Tanz mit. 

 

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