Niko Kovac sorgt vor Warum der FC Bayern in den USA mit einem anderen Gesicht aufläuft

In enger Absprache: Niko Kovac (li.) und Hansi Flick beim FC Bayern. Foto: imago/Laci Perenyi

Nicht nur der Transferstau, auch die USA-Reise sorgt rund um den FC Bayern für Diskussionen. Niko Kovac mahnt – und wird beim PR-Trip vorsorgen.

 

München - Vier Tage Los Angeles. Drei Tage Houston. Zwei Tage Kansas City. Das sind die Rahmendaten für den USA-Trip des FC Bayern, der an diesem Montag mit dem zwölfstündigen Flug der Münchner über den Atlantik begann.

USA-Tour: Niko Kovac ist nicht begeistert

Die PR-Reise sorgt bei Niko Kovac nicht gerade für Begeisterung, und ist zu Beginn einer mit Spannung erwarteten Saison Beleg dafür, dass das Verhältnis zwischen dem Trainer und seinem Vorstandsboss weiter angespannt ist. "Alle Trainer, die in den letzten Jahren bei uns gearbeitet haben, haben da mitgespielt. Es ist wichtig, dass man die Reise ganz einfach so akzeptiert, wie sie ist. Das ist, ich kann mich da nur wiederholen, alternativlos", erklärte Karl-Heinz Rummenigge vor dem Abflug.

Kovac dagegen sprach kürzlich von "erschwerten Bedingungen", davon, dass die "Ergebnisse sekundär" seien und davon, dass man "fast nicht regenerieren" könne. Mahnend dient die Vorbereitung unter Carlo Ancelotti als Beispiel, als der Leistungseinbruch unter dem Italiener im Herbst 2017 just auf die anstrengenden PR-Reisen fern der Heimat geschoben wurde – und der Mister schließlich gefeuert wurde.

So kündigte Kovac auch mit Beginn der Vorbereitung an, mehrere A-Jugendspieler mit in die Vereinigten Staaten zu nehmen und dort auch einzusetzen – immerhin in Testspielen gegen internationale Größen namens FC Arsenal (18. Juli), Real Madrid (21. Juli) und AC Mailand (24. Juli).

Ganz im Sinne von Boss Rummenigge. "Du brauchst die jungen Spieler. Die müssen zum Teil selbst ausgebildet werden wie Müller, Lahm oder Schweinsteiger. Oder sie müssen mit 15, 16 Jahren geholt werden, damit sie in der Lage sind, mit 18, 19 zumindest im Kader zu stehen", hatte der 63-Jährige zum Start der USA-Reise erklärt: "Das muss die Philosophie der nächsten Jahre sein."

FC Bayern: Niko Kovac wird A-Jugendspieler einsetzen

Die A-Jugendlichen würden sicher auch spielen, mehrere Stammspieler dagegen je Partie nur etwa 60 Minuten auflaufen, schilderte Coach Kovac seinen Plan, damit genügend Zeit zum Ausruhen bleibe – und genug Kraft zum Trainieren. Und für Kovac die Möglichkeit zum Testen, so könnte der junge Kanadier Alphonso Davies wie im Training als Linksverteidiger fungieren.

Für einige Youngster ist die Audi Summer Tour 2019 indes ein absolutes Highlight der jungen Karriere, am Montag saßen sie mit im Flieger.

Ron-Thorben Hoffmann, Daniels Ontuzans, Maximilian Zaiser, Sarpreet Singh, Louis Poznanski, Ivan Mihaljevic, Ryan Johansson, Jonas Kehl und Angelo Stiller sind ihre Namen. Joshua Zirkzee, Bayerns wohl größtes Talent, und Abwehrjuwel Lars Lukas Mai bleiben dagegen in München, weil sie beim Saisonstart der zweiten Mannschaft in der Dritten Liga bei den Würzburger Kickers (Samstag, 14 Uhr) dabei sein sollen.

FC Bayern: Niko Kovac hat vorgesorgt

So wird der FC Bayern zwischen West- und Ostküste der USA mit teils verändertem Gesicht auflaufen. Die PR-Tour als Pflicht, doch eine mit Sicherheit knifflige Saison vor sich. Kovac hat vorgesorgt.

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