"Nicht akzeptabel" Nach Corona-Fall: Halle und Magdeburg drängen auf Abbruch

, aktualisiert am 19.05.2020 - 15:33 Uhr
Die Corona-Krise spaltet die 3. Liga. (Symbolbild) Foto: imago images / MaBoSport

Der positive Corona-Fall beim Chemnitzer FC sorgt in der 3. Liga weiter für Aufregung: Der 1. FC Magdeburg und der Hallesche FC haben ihre Forderung nach Saisonabbruch erneut ausgesprochen.

 

München - Nach dem positiven Coronatest beim Drittligisten Chemnitzer FC haben die Konkurrenten Hallescher FC und 1. FC Magdeburg ihre Forderungen nach einem Saisonabbruch bekräftigt.

Eine Verlängerung der Spielzeit über den Juni hinaus sei "nicht akzeptabel", sagte Magdeburgs Geschäftsführer Mario Kallnik der "Mitteldeutschen Zeitung". Deshalb benötige es "heute umso mehr eine Entscheidung zum Abbruch der Saison", sagte der 45-Jährige, der vor allem die am 30. Juni auslaufenden Spielerverträge als Problem sieht.

Halle-Präsident: Positive Corona-Tests keine Überraschung

Halles Präsident Jens Rauschenbach zeigte sich derweil "wenig überrascht, dass die dritte Liga nun auch positiv Getestete aufweist". Dies sei "nach den Berichten aus der ersten und zweiten Bundesliga und trotz des umfangreichen Hygiene-Konzepts durchaus zu erwarten" gewesen, sagte der Klubchef der "MZ".

Der positive Test in Chemnitz hatte am Montag in der Debatte um die Fortsetzung der 3. Liga für neuen Wirbel gesorgt. Die Mehrheit der Klubs hat sich allerdings ebenso wie das DFB-Präsidium für eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen. Allerdings ist der Widerstand einiger Klubs groß.

Saison-Fortsetzung am 30. Mai?

Der DFB gab am Mittwochnachmittag nun bekannt, dass man in der 3. Liga mit einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 30. Mai plane.

"Wir gehen davon aus, dass wir am 30. Mai wieder starten können", sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius am Dienstag in einer Medienrunde: "Aber wir müssen abwarten, was die Politik entscheidet."

Abbruch-Befürworter: Wettberwerbsverzerrung ist groß

Magdeburgs Kallnik stellt jedoch klar: Es sei schon Mitte April zu erkennen gewesen, "dass eine Fortsetzung des Spielbetriebs mit dem Ziel, die Saison bis zum 30. Juni bei Einhaltung annähernd gleicher Wettbewerbsbedingungen beenden zu müssen, aufgrund der unterschiedlichen Verfügungslagen nicht funktioniert".

Auch Halles Sportdirektor Ralf Heskamp warnte: "Die Wettbewerbsverzerrung wird groß sein. Neben Spielern in Quarantäne, die nicht trainieren können, kommen aufgrund des straffen Zeitplans ja noch wesentlich mehr Verletzungen bei Spielern hinzu, die es sonst nicht gegeben hätte."

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