Erneuter Triumph Mia san Titelverteidiger: So feiern die Bayern-Basketballer

Münchner Meisterhelden (v.l.): Braydon Hobbs, Devin Booker, Nelson Weidemann, Vladimir Lucic, Nemanja Dangubic, Petteri Koponen, Marvin Ogunsipe, Alex King, Leon Radosevic, Derrick Williams, Stefan Jovic, Robin Amaize und Danilo Barthel. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Basketballer des FC Bayern feiern den zweiten Meistertitel in Folge ausgelassen. "Die haben das Mia san mia schon verinnerlicht", sagt Uli Hoeneß.

 

München - Stefan Jovic und Nemanja Dangubic erwiesen sich als die härtesten der Münchner Feierbiester. Die Sonne ging schon wieder auf, als die beiden Serben am Montag gegen halb Sechs als Letzte die Rodman-Bar verließen, in der die Basketballer des FC Bayern ihren erneuten Gewinn der Meisterschaft ausgelassen mit viel Bier, Champagner und Zigarren gefeiert hatten.

Spielmacher Jovic bewies dabei, dass er das Geschehen für seine Mannschaftskollegen nicht nur auf dem Parkett durchaus zu beleben vermag. Der ansonsten eher ruhige Kerl tanzte mit Leuchtfackeln in den Händen auf dem Tresen. Der Finne Petteri Koponen versuchte sich, nachdem er im Audi Dome bereits stilecht in der Sauna mit Pokal posiert hatte, dann mal als DJ – auch wenn sein Hit aus der Heimat bei seinem Publikum nur mittelgut ankam.

Den ersten Teil ihrer Meister-Feierlichkeiten haben die Bayern-Basketballer also hinter sich gebracht. Aber das soll längst noch nicht alles gewesen sein. Am Dienstag Abend präsentieren die Münchner die Trophäe ihren Fans ab 17.30 Uhr im Paulaner-Biergarten am Nockherberg.

Uli Hoeneß ist zufrieden mit den Basketballern

Und dann hat ja auch noch Präsident Uli Hoeneß angekündigt, "für diese Mannschaft" eine Feier zu organisieren, "die sich gewaschen hat". Hoeneß war am Sonntagabend direkt aus seinem Urlaub in Südfrankreich in den Audi Dome gekommen, um dort das dramatische Meisterstück gegen Alba Berlin mitzuerleben, das die Bayern mit 93:88 nach Verlängerung und einer furiosen Aufholjagd für sich entschieden.

"Nach der Euroleague-Saison hat die Mannschaft überragend in der Meisterschaft weitergespielt", schwärmte Hoeneß, "das zeigt, dass der Charakter der Mannschaft 100 Prozent in Ordnung ist." Geschäftsführer Marko Pesic formulierte es, sagen wir mal, ähnlich: "Die Mannschaft hat Eier. Wir haben niemals aufgegeben, egal wie es stand." Hoeneß und Pesic hatten sich, unmittelbar nachdem der 3:0-Finaltriumph feststand, innig auf dem Parkett umarmt.

"Wenn man so einen Präsidenten hat, der dich pusht, auch mal kritisiert und mit dem Herzen dabei ist, dann verdient er mal eine Umarmung", sagte Pesic und verriet dann doch etwas mehr über den vertrauten Moment mit Hoeneß. "Vor zwei Jahren, als er zurückgekommen ist und es wirklich schlecht aussah, gab es auch bei mir Zweifel, ob ich weitermachen soll", sagte Pesic, "da hat er gesagt: ‘Nene, wir machen jetzt zwei Jahre 100 Prozent und danach schauen wir, wie das Ergebnis ist.’"

FCBB feiert seine fünfte Meisterschaft

Das Ergebnis ist nun die zweite Meisterschaft in Folge, und die fünfte insgesamt nach 1954, 1955, 2014 und 2018. Eine beachtliche Bilanz. In der Euroleague haben die Bayern zudem mit 14 Siegen einen neuen deutschen Rekord aufgestellt, der am Ende allerdings trotzdem knapp nicht für die K.o.-Runde reichte. Er wisse es nicht, "aber vielleicht war das die beste deutsche Mannschaft aller Zeiten. Sie war auf jeden Fall nah dran", meinte Pesic und ergänzte: "Das Ziel für nächste Saison ist ganz einfach: besser zu sein als dieses Jahr."

Auch Hoeneß zog zufrieden Bilanz: "Wir haben in der Euroleague schon in dieser Saison eine gute Rolle gespielt. Wir werden nun weiter hart daran arbeiten, dort erstmals auch die Playoffs zu erreichen."

Für den Moment, so Hoeneß, "müssen wir jetzt alle erst mal glücklich sein, endlich mal zufrieden sein". Allzu überschwänglich wollte der Präsident ohnehin nicht mitfeiern. Dass ihm Kapitän Danilo Barthel den Pokal überreichte, war ihm fast schon unangenehm. "Der Danilo hat ihn mir in die Hand gedrückt. Ich konnte gar nicht ausweichen."

Die Spieler hatten dagegen sichtlich Spaß an den bayerischen Feierritualen, das war nicht zuletzt bei den obligatorischen Weißbierduschen zu beobachten. "Obwohl wir viele Ausländer im Team haben, haben die das Mia san mia schon ziemlich verinnerlicht", befand Hoeneß. Mia san Titelverteidiger nun auch.

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