Neue Bar beim Gasteig Das 33rpm: Ein Glas voll Discosound

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Von links: Oli Voss, Alexandra Kuhl, Michael Faltenbacher und Maxi Wieböck in ihrem neuen Laden 33rpm. Foto: Daniel von Loeper

Im 33rpm beim Gasteig dreht sich alles um Schallplatten und die Drinks schmecken nach dem Munich Sound.

 

München - Der Name mag für jüngere Menschen sperrig sein: 33rpm. Die Älteren aber erinnern sich: Das ist eine Abspielgeschwindigkeit von Schallplatten, denen immer mal wieder ein Comeback herbeigeschrieben wurde.

Das Comeback erlebt die Schallplatte jetzt in einer neuen Bar beim Gasteig, dem 33rpm. Gastro-Hansdampfer Michael Faltenbacher hat das Plattenthema im Design konsequent umgesetzt: In die tafelartigen Tische sind Platten gelasert, Jacken werden an Single-Adaptern aufgehängt und wenn der Wind durch die große Fensterfront weht, kippen die auf dem breiten Barbrett aufgestellten Platten.

Cocktailgenuß zu Funk, Soul und Disco

Das 33rpm ist im Designhotel Jams, hier frühstücken die Hotelgäste à la carte, aber auch Münchner – es gibt Omelette mit Pilzen, Trüffel und Bergkäsechips (14,40 Euro) oder Bauernbrot mit Schokocreme, Banane, Nüssen und Kokosraspeln (7,50 Euro).

Am Abend, wenn 60er und 70er-Jahre Funk, Soul und Disco laufen, entfaltet das edle Lokal seinen vollen Charme. Die Drinks auf der Karte sind nach Munich-Sound-Songs benannt, das ist jene Disco-Musik mit den dominanten Streichern, die Giorgio Moroder geprägt hat.

Barchef Oli Voss serviert Donna Summers "Love to love you" (11,50 Euro) mit Duke Rough Gin, Kirschlikör, Limette und Weißwein. Einzig der "Changes" (10,50 Euro) von Charles Bradley, ein apfeliger Vodka-Drink passt musikalisch nicht. "Bradley ist mein liebster Musiker", erklärt Faltenbacher.

Deutsche Weine und regionale Zutaten

Der Raum mit seinen mächtigen Tischen und der großzügigen Bar legt es darauf an, dass die Gäste ins Gespräch kommen. Die Weinkarte ist buchstäblich eine Karte, denn sie versammelt nur deutsche Weine, die auf einer Karte eingezeichnet sind.

Ähnlich regional arbeitet auch Küchendirektorin Alexandra Kuhl, die keine Avocado oder Mango verarbeitet, dafür Tafelspitz (18,90 Euro) oder Saiblingstatar mit gegrillten Birnenscheiben (13,90 Euro). Wenn Service-Chefin Maxi Wieböck lustig drauf ist, werden sogar Schallplatten aufgelegt. Allerdings befindet auch Oli Voss: "Platten sind romantisch, aber nicht mehr zeitgemäß" und macht seine liebste Disco-Playlist rein.


Stubenvollstr. 2, Mo-Do, 7 bis 12 & 17 bis 24 Uhr, Fr bis 1 Uhr. Sa 8 bis 12 & 17 bis 1 Uhr, So bis 24 Uhr. Telefon: 614 674 13

Lesen Sie hier: "Curtain Call" im Glockenbach - Eine Bühne für den Gin

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihr Pseudonym sowie weitere Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading