Curtain Call im Glockenbach: Eine Bühne für den Gin

Die Jungs vom Illusionist haben die Bar "Curtain Call" im Glockenbach eröffnet – mit Lilien und einem Pfau.
| Jasmin Menrad
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Freunde des High-Class-Cocktails: das Team vom Curtain Call in seiner stimmungsvollen Bar.
Curtain Call Freunde des High-Class-Cocktails: das Team vom Curtain Call in seiner stimmungsvollen Bar.

Vom Illusionisten über den Zauber zum Verbeugen vor einem schweren roten Vorhang ist es nicht weit in dem Gedankenspiel, das die Jungs vom Illusionist Gin für ihre Bar angestellt haben. Deshalb heißt der Laden auch Curtain Call – was im Englischen der Moment ist, wenn Schauspieler zum Verbeugen vor den Vorhang treten.

Für ihren Gin haben sie im Glockenbachviertel eine Bühne geschaffen – mit stimmigen Konzept. Der kleine Raum ist im üppigen Art déco und Jugendstil gestaltet, wie das Etikett des Gins, der bei der Zugabe von Tonic seine Farbe von Blau zu Rosa wechselt. Eine chemische Spielerei, die auf dem pH-Wert beruht und auch mit Zitronensaft und Ginger Ale funktioniert. Ein Pfau wacht über den Raum mit 25 Sitzplätzen, an der Wand hat Katja Markel, Bühnenmalerin vom Residenztheater, die Illusion eines Bühnenvorhangs geschaffen. Die Lilien auf der Bar sind aber echt.

"Curtain Call": Hier werden High-Class-Cocktails serviert

Hinter dem Tresen steht Lukas Kornbrust, der schönstes Saarländisch spricht, vom nahen Drunken Dragon abgeworben wurde und Drinks wie den geeisten Arctic Mule (10,50 Euro) zaubert: Illusionist Gin mit Gingerbeer und Pop-Rocks, dem knisternden Knallzucker. Der Curtain Call ist keine Durchlaufbar, sondern serviert High-Class-Cocktails. Kornbrust empfiehlt zum leichten, frühlingshaften Einstieg in den Feierabend einen Rosemary Fizz (10,50 Euro) im klassischen Illusionist-Rosa.

"Von unserem Gin kostet der halbe Liter 42 Euro, das leistet sich sonst keiner, den in einem Cocktail zu verarbeiten", sagt Max Muggenthaler, der den Gin mit Tim Steglich 2015 in der Westermühlstraße erfunden hat und Tom Strixner und Till Allmer noch mit ins Boot geholt hat.

Mittlerweile produzieren sie in Obersendling 80.000 Flaschen im Jahr, haben fünf Festangestellte. "Mit der Bar kommen wir ins Glockenbachviertel zurück", sagt Muggenthaler. Langfristig wollen sie im Curtain Call die kleine Destille auf den Tisch stellen und Gin-Seminare mit Verkostungen anbieten. Das könnte ganz zauberhaft werden.

Lesen Sie auch: Das

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren