Nach Meisterschaft in Bundesliga Bayern-Star Leon Goretzka findet Diskussionen über Niko Kovac "deplatziert"

Leon Goretzka (li.) wurde gegen Eintracht Frankfurt verletzt ausgewechselt - und sprach danach über Niko Kovac. Foto: imago/MIS

Nach der Gala gegen Eintracht Frankfurt und der Meisterschaft fordert Leon Goretzka Respekt gegenüber Niko Kovac. Niklas Süle verteidigt den Bayern-Trainer regelrecht.

 

München - Der Schulterschluss war eindeutig: Die Fans und vor allem die Ultras des FC Bayern solidarisierten sich beim 5:1 gegen Eintracht Frankfurt mit ihrem Trainer Niko Kovac.

Über den kroatischen Coach wird seit einiger Zeit eifrig diskutiert. Mehr noch: Verschiedenen Medien nach wird der 47-Jährige von der Chefetage infrage gestellt. Obwohl er die Bayern gerade zum Deutschen Meister gemacht hat. Und obwohl er nun am kommenden Samstag (20 Uhr, live in der ARD und im AZ-Liveticker) im DFB-Pokal-Finale die große Chance auf das Double hat.

Leon Goretzka fordert Respekt für Niko Kovac

Und die Mannschaft? Diese bezog Kovac auffällig verhalten in die Feierlichkeiten mit ein. Leon Goretzka wollte nach dem Spiel nicht in die Diskussionen einsteigen.

"An solch einem Tag, an dem man den Titel feiert, sollten alle mit gebührendem Respekt behandelt werden. Ich glaube, dass es heute insgesamt eine außergewöhnliche Stimmung in der Arena war, ein schöner Tag", sagte der Nationalspieler: "Da ist für solche Nebenkriegsschauplätze überhaupt kein Platz."

Die AZ wollte in der Mixed Zone vom Mittelfeldspieler wissen, wie er seinen Trainer in dieser kniffligen Gemengelage erlebt habe. "Unverändert im Vergleich zur gesamten Saison. Wir haben den Titel am letzten Spieltag klar gemacht, das ist für die Bayern was Neues. Aber dafür war es umso emotionaler und eine schöne Geschichte", meinte der 24-Jährige: "Natürlich sind es andere Sphären hier, das weiß jeder. Aber ich finde es völlig deplatziert heute, über den Trainer zu sprechen."

Süle verteidigt Bayern-Trainer Kovac

Deplatziert fand offenbar auch Abwehrhüne Niklas Süle die Diskussionen um Kovac. Der Innenverteidiger sprach sich für den Bayern-Trainer aus. "Ich habe mitbekommen, dass der Trainer infrage gestellt wird. Aber ich denke, dass wir heute auf dem Platz die richtige Antwort gegeben haben", sagte der 23-jährige Hesse.

Wie er die Fangesänge pro Kovac wahrgenommen habe, fragte die AZ bei ihm nach. "Das haben wir natürlich gehört. Das ging ja schon vor dem Spiel los. Schon vor dem Anpfiff wurde sein Name gerufen. Man kann ja jetzt auch nicht sagen, dass er uns heute schlecht auf das Spiel vorbereitet hätte", erklärte der Abwehrmann. "Wir haben neun Punkte Rückstand aufgeholt, das spricht für sich."

Süle will weiter unter Kovac arbeiten

"Natürlich" wolle er weiter unter Kovac arbeiten, sagte Süle: "Wir hatten jetzt ein Jahr unter ihm. Natürlich weiß er, dass Bayern immer nochmal was anderes ist wie Eintracht Frankfurt oder bei mir jetzt TSG Hoffenheim. Es ist so viel Druck hier im Verein und es ist nicht einfach, damit umzugehen."

Er finde, sagte Süle noch in den Katakomben der Allianz Arena, "er hat das überragend gemacht".

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