Nach jüngsten Skandalen Münchner Stadtrat traut Wiesn-Wirten nicht mehr

Die Wiesnwirte "Wiggerl" Hagn (Löwenbräuzelt) und Toni Roiderer (Hackerzelt) (r.) sorgen momentan für Negativschlagzeilen. Foto: Sabine Dobel/dpa

Den alten Wiesn-Wirten traut man im Stadtrat nach den jüngsten Skandalen nicht mehr.

 

München - Was muss man rund um die Wiesn da momentan nicht alles erleben: Erst fliegt Wiggerl Hagn, der Wirt vom Löwenbräuzelt, mit einem Abrechnungsfehler auf. Dann ergeht gegen Hacker-Wirt Toni Roiderer ein Strafbefehl wegen Hygienemängeln in seinem Straßlacher Gasthof Wildpark.

Stadtrat entscheidet, wer 2019 auf die Wiesn darf

Wer 2019 auf die Wiesn darf, entscheidet der Stadtrat zwar erst nächstes Frühjahr. Nach der jüngsten Wirte-Dämmerung wird aber schon jetzt heftig darüber spekuliert, ob es unter den großen Wiesn-Wirten nächstes Jahr nicht ein paar neue Gesichter an den Zeltspitzen braucht. Im Stadtrat geht man davon aus, dass sich sowohl bei Hagn als auch bei Roiderer jeweils der Nachwuchs um einen Platz auf der Wiesn bewerben wird. Die Senior-Chefs hätten unter den gegebenen Umständen wohl keine Chancen mehr, heißt es.

Im Fall Roiderer würde das bedeuten, dass Sohn Thomas die Geschäfte im Hackerzelt übernimmt. Bei Hagn stünde Tochter Steffi Spendler bereit. Beide haben auch in den vergangenen Jahren schon ihre Väter in den Wiesn-Zelten unterstützt.

Ein richtiger Bruch wäre das natürlich nicht. Aber was solle man machen, heißt es im Stadtrat. Wiesn-Zelte seien halt nun einmal so etwas wie Erbpachthöfe.

 

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