Nach Bundestagswahl 2021 Bundesinnenminister Seehofer kündigt Rückzug aus Politik an

Will sich 2021 zurückziehen: Horst Seehofer. Foto: Hannibal Hanschke/dpa

Horst Seehofer (CSU) hat seinen Abschied aus der Politik angekündigt. Nach der nächsten Bundestagswahl soll endgültig Schluss sein.

 

München/Berlin - Im kommenden Jahr will er sich gänzlich aus der Politik verabschieden: Bundesinnenminister Horst Seehofer kündigt in einem Interview mit dem "Spiegel" (erneut) seinen Rückzug zum Ende der aktuellen Legislaturperiode an.

Nach der nächsten Bundestagswahl beginne für ihn ein "totales Kontrastprogramm zu dem, was ich seit 50 Jahren mache", sagte der 70-jährige CSU-Politiker. "Ich bin dann ein unpolitischer Mensch. Sie werden mich in keinem Aufsichtsrat finden. Sie werden mich mit der aktuellen Politik nicht locken können, auch wenn sie mich vielleicht noch so ärgert."

Seehofer von von der Leyen "enttäuscht"

Groll empfindet Seehofer derzeit vor allem über die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen. "Ich hatte große Hoffnungen auf die neue EU-Kommission. Heute bin ich, gelinde gesagt, enttäuscht." Vor allem in der Migrationspolitik fühle er sich im Stich gelassen.

"Ich darf mich um die Seenotrettung kümmern und um die Kinder in den Flüchtlingslagern in Griechenland. Ich darf mich um eine gemeinsame Asylpolitik bemühen", sagte Seehofer. "Das sind aber alles Aufgaben der EU."

Lob gab's hingegen für das Corona-Krisenmanagement von Kanzlerin Angela Merkel (CDU): "Das war genau die richtige Strategie." Das Land sei bisher gut durch die Krise gekommen.

 

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