Nach Antrag von CSU und SPD Stadt München richtet Spendenkonto für Notre-Dame ein

Das Feuer brachte den Spitzturm von Notre-Dame zum Einstürzen. Foto: Thierry Mallet/AP/dpa

Nach dem Feuer von Notre-Dame haben CSU- und SPD-Stadträte gemeinsam gefordert, dass die Stadt ein Spendenkonto für die Münchner Bürger einrichten solle. Bereits einen Tag später gibt es jetzt  ein Spendenkonto.

München - Nach dem verheerenden Feuer in der Pariser Kathedrale Notre-Dame bietet der Freistaat Bayern Frankreich praktische Hilfe beim Wiederaufbau an.

Und auch in München gibt es Vorschläge, wie man sich mit den Franzosen solidarisieren könnte. So forderten CSU-Stadtrat Marian Offman und der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Reissl in einem gemeinsamen Antrag: "München spendet für Notre-Dame".

Bereits einen Tag später wurde nun ein Spendenkonto von der Stadt eingerichtet. Münchnerinnen und Münchner können dort "ihren Beitrag zum Wiederaufbau der Pariser Kathedrale leisten", wie die Stadt am Donnerstag mitteilt.

"München spendet für Notre-Dame"

Wer spenden möchte, kann dies mithilfe der folgenden Daten tun:

Spenden per Überweisung (IBAN/BIC) an:

  • Landeshauptstadt München
  • München spendet für Notre-Dame
  • IBAN: DE25 7015 0000 0000 4400 99
  • BIC: SSKMDEMMXXX
  • Verwendungszweck: Spende für Notre-Dame

Ab einer Spendenhöhe von 200 Euro stellt die Landeshauptstadt München eine Quittung aus. Bei Spenden unter 200 Euro gilt die Buchungsbestätigung der Bank als Spendennachweis.


Der Spenden-Antrag im Detail

Konkret sollte die Hilfe der Münchner dem Antrag nach folgendermaßen aussehen: Die Stadt München solle für den Wiederaufbau der teils durch das Feuer zerstörten Kathedrale "als Geste der Solidarität" ein Spendenkonto für die Münchner Bürger einrichten. Und: "Die dort gesammelten Spenden werden durch die Landeshauptstadt München verdoppelt."

Zur Begründung führen die Stadträte aus: "München ist die größte Kommune Deutschlands und auch die Stadt der Religionen mit dem Mönch im Wappen. Die Spende wäre eine wichtige Geste der Solidarität mit der Hauptstadt Frankreichs und der größten Kommune dort. Es wäre auch ein Zeichen des Miteinanders europäischer Städte gerade mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen in Europa und den antieuropäischen Bestrebungen rechtspopulistischer Gruppierungen."

Die Beseitigung der gewaltigen Schäden an der Kirche dürften sehr kostspielig und langwierig sein, führen die Stadträte weiter aus. "München sollte mit einer kleinen Geste der französischen Hauptstadt zur Seite stehen."

OB Dieter Reiter schrieb an Anne Hidalgo 

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte seiner Pariser Amtskollegin Anne Hidalgo anlässlich der Brandkatastrophe von Notre-Dame sein Mitgefühl ausgesprochen: "Mit Entsetzen musste ich die schrecklichen Bilder des Brandes der Kathedrale Notre-Dame verfolgen", teilte Reiter mit.

Und weiter: "Im Namen des Stadtrats der Landeshauptstadt München und vor allem persönlich kann ich Ihnen versichern, dass wir in Gedanken heute in Paris sind. Ich hoffe sehr, dass mit Hilfe Ihrer Einsatzkräfte möglichst viele Teile dieses historisch bedeutenden Wahrzeichens von Paris und Frankreich gerettet werden können. Auch im Namen der Bürgerinnen und Bürger Münchens wünsche ich Ihnen dabei größtmöglichen Erfolg."

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