Nach 5:1-Sieg gegen Dortmund Die Super-Bayern: Rekorde und Bestmarken

Sie feiern, die Bayern: Zwar noch nicht die Meisterschaft im Oktober, aber die unglaubliche Machtdemonstration beim 5:1 über Borussia Dortmund, den Tabellenzweiten. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Meisterschaft? Nach dem 5:1 über Dortmund so gut wie entschieden. Doch der FC Bayern kann noch ganz viele Bestmarken knacken. Eine Übersicht.

 

München - Allein diese Zahlen belegen die Dominanz und Zahlen lügen bekanntlich nicht: 3:0, 5:1, 3:0, 5:1. So lauten die letzten vier Bundesliga-Ergebnisse des FC Bayern. Zwei Auswärtssiege mit je 3:0 in Darmstadt und Mainz, dazu zwei 5:1-Abfuhren für Vizemeister VfL Wolfsburg sowie nun für Herausforderer Borussia Dortmund, den Tabellen-Zweiten, der meilenweit auf Distanz geschossen wurde. Und all die Rekorde sammeln die Guardiola-Jünger momentan im Vorbeigehen ein.

Aber es gibt noch viel zu holen. Hier eine AZ-Übersicht

Schon geknackte Bestmarken

1.) Der Start-Rekord nach acht Bundesliga-Spieltagen: 24 Punkte, + 24 Tore – exakt wie in der Triple-Saison 2012/13. Acht Spiele und satte sieben Punkte Vorsprung auf Platz zwei – das gab es noch nie seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995/96.

2.) Thomas Müller erzielte seinen dritten Doppelpack in dieser Saison, wie 2013/14. Noch bleiben also 26 Gelegenheiten!

3.) Robert Lewandowski müllert richtig los. Nicht wie Thomas. Nein, wie Gerd. Neun Tore in drei Ligapartien sind Rekord, das schaffte nicht einmal der legendäre Bomber der Nation. Lewandowski steht nach acht Spielen bei zwölf Treffern, dabei stand er in zwei Partien nicht mal in der Startelf.

4.) Die Tor-Bilanz in Halbzeit zwei: Unglaubliche 22:0 Tore. Vor der Pause sind es 6:4. Da geht noch was!

5.) Bayern verlor keines der vergangenen 18 Liga-Spiele zur Wiesn-Zeit (15 Siege, drei Remis). Auf ein Neues ab September 2016!

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Noch zu brechende Rekorde

1.) Eine komplette Saison ungeschlagen bleiben. Was keinem Team in der Liga-Historie gelang, könnte nun klappen. Doch, Vorsicht! Wenn die Meisterschaft erst mal eingefahren ist, lautet Bayerns 12. Mann „Schlendrian“.

2.) Kleine Hochrechnung, auch wenn es nur eine Spielerei ist: Macht „Lewangoalski“ so weiter, kommt er am Saisonende auf 51 Tore. Natürlich utopisch. Auch der Pole wird Krisen bekommen, Auszeiten, gar Verletzungen. Doch die 40-Tore-Marke aus der Saison 1971/72 schien lange Zeit unerreichbar. Und nun? Die Hürde „30“ übertrumpfte zuletzt Dieter Müller mit 34 Treffern (1976/77).

3.) Der absolute Tor-Rekord. In des Müllers Gerd Wundersaison kamen die Bayern auf 101 Treffer. Die Hunderter-Schallmauer gilt seit 1971/72 als unüberwindbar. Und jetzt? Mit dem derzeitigen Schnitt käme Bayern auf 119. Wirklich gänzlich unrealistisch? Wer weiß! Können diese Bayern nur Verletzungen stoppen? Na ja. Kurze Erinnerung: Wer denkt momentan an die fehlenden Arjen Robben und Franck Ribéry, die weltweit gelobte und beneidete Flügelzange der Triple-Saison? Können sich die Bayern nur selbst stoppen wie in den vergangenen beiden Meisterjahren, als man sich im Frühjahr auf die Champions League konzentrierte und in der Bundesliga Top-Stars, Konzentration und Kraft herausrotierte?

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Die restlichen 26 Spieltage steht die „Konkurrenz“ Spalier, gratuliert und staunt. Schon letzte Saison machte man sich klein und bedankte sich wie der damalige Paderborn-Coach André Breitenreiter für 0:6-Klatschen, die „ein Erlebnis“ gewesen seien. Bald drucken die Gegner wohl T-Shirts: „1:5 – und ich war dabei!“

Bei den Bayern will man Oktober-Glückwünsche zum Titel nicht annehmen. „Es sind schon Marathonläufer, die vor dem Zielstrich jubelten, überholt worden“, sagte Sportvorstand Matthias Sammer. Allerdings joggen die Roten im hohen Tempo dem Ziel entgegen, während die Konkurrenz noch Selfies macht. „Man muss jetzt nicht arrogant sein“, warnte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nach dem 5:1 gegen die vermeintlich zweitbeste Mannschaft des Landes, „es ist nicht so, dass wir schon Champagner in der Kabine trinken.“ Kalt stellen sei aber erlaubt. Und trommeln – mit Worten. „Sie glauben doch nicht, dass wir auch nur einen Millimeter nachlassen“, so Sammer zu den Reportern. Warum auch?

 

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