München Frühlingsfest beginnt: die wahre Wiesn

Illustration Foto: Manuel Reisp

MÜNCHEN - 10 Gründe, warum das Frühlingsfest noch viel hat von dem, was die große Wiesn schon längst verloren hat. Noch bis zum 2. Mai geht’s unterhalb der Bavaria richtig rund

 

Die kleine Schwester der Wiesn hat sich richtig aufgebrezelt: Das Frühlingsfest auf der Theresienwiese ist griabig, günstig und gelassen. Die AZ nennt zehn Gründe, warum das Volksfest zu Füßen der Bavaria (bis zum 2. Mai) die wahre Wiesn vieler Münchner ist:

Griabig: Das Frühlingsfest ist immer noch ein Geheimtipp der Einheimischen: Australier und Amerikaner bleiben fern. Russen und Italiener auch. Dafür sieht man jede Menge Städter und Umlandler – nicht zuletzt diejenigen, die die übervolle Wiesn sonst eher meiden.

Günstige Maß: Das Bier ist mit 7,90 Euro bis zu 70 Cent billiger als auf der Wiesn. Das Hippodrom schenkt Spaten-Bier aus, die Festhalle Bayern Augustiner aus dem Holzfass.

Familienfest: Kinder gehören zu einem traditionellen Volksfest einfach dazu. Auf dem Frühlingsfest gibt es besonders viele Kinderkarussells – wie etwa den „Jumbo-Flug“. Im „Mäuse-Theater“ staunen auch Eltern und das Riesenrad ist sogar etwas für die Großeltern.

Kein Schickimicki: Tracht oder Jeans – das spielt auf dem Frühlingsfest definitiv keine Rolle. Das wissen auch Promis wie Maria Riesch oder Franziska Knuppe: Sie feiern hier gerne, weil es so unkompliziert ist.

Tisch-Garantie: Statt wie bei der Wiesn Monate vorher zu planen, findet sich auf dem Frühlingsfest auch spontan ein Eckerl. Rund 6700 Plätze gibt es in den Zelten. Dazu kommen noch die Bänke im Freien im Paulaner Weißbiergarten.

Im Kopf der Bavaria: Während der Wiesn ist dieser gesperrt – nicht aber während des Frühlingsfestes. Geöffnet ist der Kopf zwischen 9 und 18 Uhr, Eintritt: 3 Euro.

Rauchen erlaubt: Es könnte das letzte Mal im Zelt sein. Denn sollte der Volksentscheid im Sommer (4. Juli) positiv ausgehen, sind auch Zelte künftig absolut rauchfreie Zone.

Maus-Sensation: Zum ersten Mal steht die „Magic Mouse“ auf der Theresienwiese: Eine Achterbahn mit sich drehenden Gondeln. Wer hier mitfährt, kann bei den Wiesnneuheiten mitreden.

Geben statt nehmen: Die Wirte und Schausteller beschenken die Münchner: Beim Straßenkünstlerwettbewerb am 25. April gibt es Wiesn-Tische und eine Reise zu gewinnen.

Platz an der Sonne: Das Aprilwetter scheint dem Volksfest wohlgesonnen zu sein. Am Wochenende soll es trocken bleiben. Am Sonntag klettern die Temperaturen auf bis zu 19 Grad.

A. K. Koophamel

 

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