"Menschenleben riskiert" Bayern-Ei-Affäre: SPD macht Druck auf Staatskanzleichef Huber

Das Betriebsgelände der Firma Bayern-Ei nahe Wallersdorf (Bayern), aufgenommen am 11.06.2015. Foto: dpa

Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) rechtfertigt sein Vorgehen in der Bayern-Ei-Affäre - doch die SPD erhöht den Druck auf den früheren Umweltminister.

 

München - Nach der von Huber am Vorabend versandten Stellungnahme verschärfte der SPD-Verbraucherschutzexperte Florian von Brunn am Samstag seine Kritik: Huber sei nach dessen eigenen Worten über den europaweiten Skandal informiert worden: "Deshalb ist es völlig unwahrscheinlich, dass er die Tragweite nicht einschätzen konnte", sagte der SPD-Politiker am Samstag.

"Es ist ein riesiger Skandal, dass Minister Huber trotzdem nichts unternommen und damit Menschenleben riskiert hat, nur um Bayern-Ei nicht zu beschädigen."

In dem Brief an Landtagspräsidentin Barbara Stamm und die vier Landtagsfraktionen erklärt der frühere Umweltminister, welche Informationen er im Sommer 2014 zu den Salmonellen-Infektionen in zwei Hühnerfabriken der Firma Bayern-Ei erhielt. Daraus geht hervor, dass Huber Mitte August 2014 erstmals über "Bayern-Ei" informiert wurde und anschließend zweimal weitere Informationen anforderte.

 

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