Meister 2013 Rekord-Bayern: Schnellster Titel, kürzeste Feier

Die Stars sind wieder daheim: Der FC Bayern kommt als frisch gebackener deutscher Meister zurück an die Säbener Straße. Foto: Petra Schramek

Die erste Entscheidung der Saison ist gefallen: Der Titel geht an die Bayern, der Kampf um weitere lukrative Plätze ist völlig offen. Hoffenheim schöpft im Tabellenkeller wieder Hoffnung, für Greuther Fürth ist der Zug wohl abgefahren.

 

Düsseldorf – Der schnellste Titelgewinn der Liga-Geschichte war beim FC Bayern schnell abgehakt. Unmittelbar nach dem 1:0-Erfolg bei Eintracht Frankfurt feierten Spieler und Trainer die souveräne 23. Meisterschaft auf dem Rasen, doch die große Party der Münchner blieb natürlich aus. „Feiern können wir immer noch“, meinte Sportvorstand Matthias Sammer. Schon am Sonntagmorgen stand das nächste Training beim Fußball-Bundesligisten an, die Konzentration gilt dem Champions-League-Duell mit Juventus Turin.

„Um die Saison zu krönen, müssen wir natürlich weitermachen“, forderte Präsident Uli Hoeneß. Franck Ribéry stellte aber eine große Sause in Aussicht: „Wenn wir den Pokal und die Champions League holen, dann können wir drei, vier Tage Party machen“, sagte der Franzose.

Zuvor herzten Bayern-Profis nach Bastian Schweinsteigers Siegtreffer ihren Trainer Jupp Heynckes und ließen den Coach hochleben. „Diese Meisterschaft fühlt sich fast noch einen Tick schöner als die anderen an. Es ist etwas Besonderes, die Schale schon am 28. Spieltag zu bekommen“, sagte Kapitän Philipp Lahm. Auch für Heynckes, der seinen insgesamt siebten Meistertitel gewann, war es ein besonderer Moment. „Es ist ein wahnsinniges Ereignis“, befand der Coach. Wie früh in der Saison die Entscheidung zugunsten der Rekord-Bayern fiel, zeigte auch die Witterung. „Es war noch nie so kalt bei einem Titelgewinn“, meinte Heynckes.

Die Liga gratuliert und verneigt sich vor dem souveränen Meister. Auch der Trainer des entthronten Meisters konnte den letzten Akt des Titelverlustes locker verschmerzen. „Jupp, das war eine außergewöhnliche Saison“, rief der BVB-Coach seinem Kollegen via TV zu. Seine B-Elf hatte zuvor den FC Augsburg mit 4:2 besiegt und Platz zwei gefestigt. „Es war wichtig, dass wir zwischen zwei Champions-League-Partien Fußball spielen, um zu gewinnen“, meinte Klopp. Er hatte zunächst auf Robert Lewandowski und Mario Götze und sogar ganz auf Marco Reus und Ilkay Gündogan verzichtet.

Während der FC Schalke mit dem zweiten Sieg nacheinander wieder in die Champions-League-Spur gefunden hat, musste sich Konkurrent Bayer Leverkusen mit einem 1:1 gegen den VfL Wolfsburg begnügen. Am kommenden Wochenende treffen die beiden durch vier Punkte getrennten Teams aufeinander. Die Schalker tankten beim 2:0-Sieg bei Werder Bremen durch die Treffer von Julian Draxler und Ciprian Marica Selbstvertrauen und stürzten die Bremer tiefer in die Krise. Am nächsten Spieltag droht Werder bei Fortuna Düsseldorf gar ein weiterer Absturz.

Einen Hoffnungsschimmer am Horizont hat 1899 Hoffenheim mit dem neuen Trainer Markus Gisdol. Durch den 3:0-Erfolg gegen Düsseldorf und der gleichzeitigen Niederlage der Augsburger beträgt der Rückstand auf Rang 16 nur noch einen Punkt. Greuther Fürth hingegen ist nach dem 0:1 bei Borussia Mönchengladbach und dem achten Spiel in Serie ohne Sieg wohl nicht mehr zu retten.

Dafür bleibt der Kampf um die internationalen Plätze spannend. Mit dem 1:0-Sieg beim Hamburger SV hat sich Pokal-Halbfinalist SC Freiburg weiter nach vorne geschoben. „Warum sollen wir nicht dort oben bleiben“, meinte Freiburgs Profi Max Kruse. Auch die Gladbacher halten nach dem Zittersieg Anschluss. Luuk de Jong erlöste die Gladbacher mit seinem sechsten Saisontreffer. Eintracht Frankfurt bleibt trotz des 0:1 gegen die Bayern ebenfalls ein Kandidat für den Europapokal. „Wir waren so nah dran und es wäre zu schön gewesen, wenn wir heute einen Punkt gemacht hätten“, befand Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen.

 

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