Machtkampf beim TSV 1860 "Öl ins Feuer!" Löwen-Ultras wettern gegen "Team Profifußball"

Treu zum Löwen: die Fans des TSV 1860. Foto: imago/Lackovic

Abseits der so gut wie sicheren Meisterschaft in der Regionalliga Bayern laufen beim TSV 1860 freilich weiter die Diskussionen, ob es mit Hasan Ismaik oder ohne den Investor weitergehen soll. Jetzt attackieren die Löwen-Ultras das neugegründete "Team Profifußball" scharf.

München - Der TSV 1860: Das ist auch immer Vereinspolitik, Machtkämpfe und ein wenig Lagerdenken. Konkret: pro oder contra Hasan Ismaik, für oder gegen das Investoren-Modell.

Vereinspolitisch geht es beim TSV 1860 zur Sache

Dabei haben die Löwen in diesen Tagen Anlass, erleichtert zu sein: die Mannschaft von Daniel Bierofka steht unmittelbar vor der Meisterschaft in der Regionalliga Bayern. Doch vereinspolitisch geht es selbst in dieser Gemengelage im Hintergrund zur Sache. Genauer: Die Ultras attackierten nun das neugegründete "Team Profifußball", das für eine Annäherung an Ismaik wirbt, scharf.

Während es Grund genug gäbe, "sich über eine höchst erfreuliche Entwicklung seit dem Jahrhundertabstieg im Sommer '17 zu freuen, meinen manch andere, die derzeitige Lage schlecht reden zu müssen und ein düsteres Bild der Zukunft zu zeichnen", heißt es im eigenen Stadionheft der organisierten Fanszene, Da Brunnenmiller.

"Team Profifußball" mit Bernhard Winkler und Senta Auth

Das "Team Profifußball - gemeinsam für Sechzig" hatte sich jüngst mit neun Mitgliedern vorgestellt, darunter Ex-Profi Bernhard Winkler, Groß-Gastronom Thomas Hirschberger und die bekannte Schauspielerin Senta Auth (Dahoam is' dahoam). In der Gruppe will dieser Zusammenschluss bei der Verwaltungsratswahl am 22. Juli antreten, deutliche Kritik an der aktuellen Führung um Präsident Robert Reisinger inklusive.

"In der entscheidenden Phase der laufenden Saison sehen sich neun Personen berufen, (...) ihre Kandidatur für den Verwaltungsrat bekannt zu geben und zu einer Generalkritik gegen die Vereinsführung auszuholen.", heißt es dazu im Brunnenmiller weiter. "Wer jedoch im Sommer durch Nichtzahlung den Sturz in den Amateurbereich zu verantworten hat, lässt das 'Team Profifußball' unerwähnt." Es ist ein klarer Seitenhieb gegen Ismaik.

Allein der selbst gegebenen Name sei "eine Frechheit gegenüber denjenigen Vereinsverantwortlichen, die nach dem Absturz Verantwortung übernommen haben".

Frage um Grünwalder Stadion polarisiert

Für Verwunderung habe indes gesorgt, "dass Verwaltungsratskandidaten, also Personen, die bis dato kein Amt bei Sechzig bekleiden, Forderungen im Namen unseres TSV an die Stadt München bezüglich der Klärung der Stadionfrage stellen. Das ist gelinde gesagt vermessen und in der derzeitigen Situation kontraproduktiv", heißt es weiter.

Die Sprache bleibt sehr scharf. So wird von Fanseite weiter erklärt: "Dass hier nun vor absehbarer Meisterschaft und Relegation unnötig Öl ins Feuer gegossen wird, kann mit Fug und Recht als 'verwerflich' betrachtet werden und lässt hoffen, dass dieses 'Team Profifußball' am 22. Juli nicht mit den Stimmen des vernunfstorientierten Teils der Löwenmitglieder zu rechnen hat."

Während "Bieros Jungs" also weiter siegen, bringen sich im Hintergrund die verschiedenen Parteien in Position.

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