Löwen-Stürmer im Fokus TSV 1860: Die Hinrundenzeugnisse für Sechzigs Ballermänner

Von links nach rechts: Die Sechzig-Stürmer Markus Ziereis, Sascha Mölders und Stefan Lex Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Mit 29 Zählern aus den ersten 20 Partien ist der TSV 1860 auf einem Platz im Tabellenmittelfeld überwintert. Vor dem Start in die Rest-Rückrunde am Sonntag blicken wir auf die Leistungen der Akteure in der Hinrunde zurück - in Teil vier bekommen die Löwen-Stürmer ihre Zeugnisse.

 

München - Die Offensive des TSV 1860 München hat in der Hinrunde nicht gerade Angst und Schrecken verbreitet. 29 Treffer erzielten die Löwen in der Hinserie - nur fünf Teams in der 3. Liga haben weniger erzielt. Unter Trainer Michael Köllner strahlte die Mannschaft aber wieder mehr Torgefahr aus - das lag vor allem an Oldie Sascha Mölders. Der Stoßstürmer des TSV 1860 war einer der Garanten dafür, dass die Sechzger in den letzten sieben Partien nicht mehr verloren haben. 

Teil 4 der AZ-Serie - der Löwen Ballermänner.

Sascha Mölders, Note 2: Neun Tore, acht Assists - und das in 20 Spielen: Alpha-Löwe Mölders hat seine Gesamtbilanz der vergangenen Saison (8/4) schon zur Winterpause pulverisiert. Vor allem, nachdem der Ex-Bundesligaspieler seinen Löwen-Abschied erklärte, kam Mölders in Fahrt. Als Bierofka-Vertrauter schien der bald schon 35-Jährige nach dessen Aus griesgrämig, doch auch bei Charakterkopf Mölders kam Köllner an. Unter seinem neuen Trainer schon vier Kisten in fünf Spielen. Unnachahmlich: sein Geniestreich gegen die SpVgg Unterhaching, der 1860 einen 3:2-Derbysieg und Mölders von Kollege Tim Rieder einen Vergleich mit dem schwedischen Superstar Zlatan Ibrahimovic einbrachte. Der Zlatan von Giesing läuft wie Ausnahmekicker "Ibra" auch in hohem Alter rund. Sechzigs Ballermann Nummer eins, der bekanntlich auch durch seinen unbändigen Willen und seine Fähigkeiten glänzt, die Bälle festzumachen. Kein Wunder, dass kürzlich die Diskussion entfachte, ob sein Arbeitgeber nicht doch noch in die Vollen gehen muss, um Mölders zu halten. 

Prince Owusu, Note 4: Der Prince ist zurück. Leihe auf Giesings Höhen prompt verlängert, da Investor Hasan Ismaik kurz vor Ablauf der Transferfrist noch einen Stürmer spendierte. Zwei Treffer und ein Assist in zwölf Spielen - eine etwas magere Bilanz für den Mann von Zweitligist von Arminia Bielefeld. Der 22-Jährige verpasste bessere Statistiken, da er bisweilen zu verspielt wirkte und gleich mehrere Hundertprozentige vergab. Seine Anlagen und seine starke Physis bringt der Deutsch-Ghanaer noch zu selten auf das Grün. Unter Köllner als zweite Spitze zur Stammkraft geworden, was neben ihm selbst wiederum auch Sturmpartner Mölders zugute kam. Steigerungspotenzial vorhanden.

TSV 1860: Ziereis ist immer noch nicht in der 3. Liga angekommen

Stefan Lex, Note 2: Der quirlige und vielseitige Angreifer hat aufgrund eines Syndesmosebandrisses erst elf Saisonspiele absolviert. Hatte danach Mühe, in Tritt zu kommen. Kurios: Lief ausgerechnet inmitten von Sechzigs Trainer-Krise unter drei verschiedenen Chefcoaches zur Höchstform auf: Tor und Assist gegen Viktoria Köln (4:2) unter Bierofka, Siegtreffer in Halle unter Interimstrainer Oliver Beer, jeweils einen Assist in den Derbys gegen den FC Bayern II (1:1) und die Spielvereinigung Unterhaching. Fünf Scorerpunkte in vier Spielen, danach wieder verletzt.

Markus Ziereis, Note 4: Der 27-jährige Rodinger ist durch seine witzige Art wichtig für das Mannschaftsklima, erklärte Bierofka einmal. Was seinen Kernjob anbelangt, konnte Ziereis seit den Regionalliga-Tagen der Giesinger nicht mehr überzeugen. In der Dritten Liga ist der Angreifer auch in der laufenden Spielzeit nicht angekommen. Ein Abstaubertor und ein Assist in 238 Spielminuten - kein Stammplatz, kein Selbstvertrauen. Unter Köllner wohl auch künftig nur Ergänzungsstürmer statt Ballermann.

 

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