Löwen müssen drinnen bleiben Im Aufstiegsfall: Kein Rathaus-Balkon für 1860

, aktualisiert am 14.04.2018 - 20:59 Uhr
Sollte 1860 im Aufstiegsfall auf dem Rathausbalkon feiern dürfen? Darüber gehen die Meinungen von Dieter Reiter (l) und Martin hagen (r) auseinander. Foto: Daniel von Loeper, Hagen

Sollte der TSV 1860 München am Ende der Saison tatsächlich aufsteigen, wird es wohl keine Feier auf dem Rathausbalkon geben. Das gefällt der bayerischen FDP gar nicht.

München - Die Spieler des TSV 1860 werden im Aufstiegsfall wohl nicht auf dem Rathaus-Balkon feiern. "Eine Feier auf dem Rathausbalkon wird traditionell für den Deutschen Fußballmeister veranstaltet", erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auf AZ-Nachfrage."Einzige Ausnahme von dieser Regel war der Aufstieg des TSV 1860 im Jahr 1994 in die 1. Bundesliga."

Der OB betonte aber: "Jetzt drücke ich erst mal die Daumen, dass der Aufstieg in die dritte Liga gelingt!“ In Rathaus-Kreisen gilt als denkbar, dass die Aufstiegs-Löwen trotzdem von Reiter eingeladen werden. Die Eishockey-Mannschaft des EHC Red Bull München etwa wurde 2017 als Deutscher Meister von Reiter im Rathaus zu einer Feierstunde empfangen - aber ohne Balkon-Party mit Fans auf dem Marienplatz.

Doch bevor über etwaige Feierlichkeiten nachgedacht werden kann, müssen die Löwen ihre restlichen Spiele bestreiten. Den nächsten Schritt in Richtung Dritte Liga machte die Mannschaft von Trainer Daniel Bierofka an diesem Samstag mit einem Schützenfest gegen Eichstätt.

FDP-Spitzenkandidat mischt sich ein: "Recht auf angemessene Feier!"

Martin Hagen von der bayerischen FDP hat für die Entscheidung von OB Reiter kein Verständnis.

Mit Bezug auf die Berichterstattung der AZ forderte er auf Facebook und Twitter: "Die zehntausenden Münchner Löwenfans haben ein Recht auf eine angemessene Aufstiegsfeier! Drum: Lasst die Löwen auf den Balkon!" Dazu postete der Sechzig-Fan eine Kollage im Design der FDP-Wahlplakate mit der Forderung "Aufstiegsfeier auf dem Rauthausbalkon erlauben!":

 

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