Lob von Trainer Köllner TSV 1860: Gute Verfassung - Löwen-Stürmer Stefan Lex läuft heiß

Aktuell in sehr guter Verfassung: Stefan Lex, der Offensivspieler des TSV 1860. Foto: sampics/Augenklick

Stefan Lex hat sich nach seiner langen Verletzungsphase im Löwen-Team festgespielt. Von Trainer Michael Köllner gibt’s für den flexiblen Angreifer ein Extra-Lob: "Seine Formkurve zeigt nach oben".

 

München - Herzlichen Glückwunsch, Herr Lex! Sechzigs Angreifer Stefan Lex liefert derzeit gleich mehrere Anlässe dafür, ihn mit Gratulationen zu überhäufen. Und zwar sportlicher wie privater Natur.

Anlass Nummer eins: Lex’ Lebensalter. Der Offensivspieler des TSV 1860 wurde am Mittwoch 30 Jahre alt. Oder, wie es in Giesinger Kreisen gerne heißt, "a halber Sechzger." Neben den Kollegen beglückwünschte auch Neu-Trainer Michael Köllner seinen Schützling, indem er ihn auf dem Rasen mit einer Umarmung herzte. Im Internet twitterte die britische Fanseite "1860 Munich English" zum Ehrentag das Video des traumhaften Lex-Lupfers gegen den FSV Zwickau in der vergangenen Saison, sein wohl schönstes Tor im TSV-Trikot. Unterlegt mit dem Lied "Your sex is on fire" von den "Kings of Leon."

Der Songtitel wurde dabei prompt ohne anzügliche Anspielung zu folgendem Wortwitz umgedichtet: "Your Lex is on fire", frei übersetzt: "Der Lex ist heiß!" – womit wir beim nächsten Gratulations-Grund wären.

Löwen-Stürmer Lex bringt nach Verletzung wieder gute Leistungen

Anlass Nummer zwei: das sportliche Wirken des gebürtigen Erdingers, der schon als kleiner Bub in 1860-Bettwäsche schlief.

"Es läuft noch nicht so, wie ich mir das vorstelle", hatte Lex der AZ noch Ende September nach seiner schweren Verletzung (Syndesmosebandriss) gesagt: "In den ersten ein, zwei Wochen nach meiner Verletzung habe ich gedacht: 'War ja gar nicht so schlimm.' Danach merkst du aber, dass du doch noch nicht so weit bist, wie du glaubst."

Alles Vergangenheit, denn: Zuletzt lief es erstaunlich rund beim quirligen Offensivmann. Kurioserweise hat sich Lex die letzten drei Duelle – mitten in Sechzigs trauriger Trainer-Krise um den Abgang von Vereinsidol Daniel Bierofka – ausgesucht, um konstant gute Leistungen zu bringen. Beim 4:2 gegen Viktoria Köln steuerte der Ex-Bundesligaspieler noch unter Bierofka je ein Tor und eine Vorlage bei. Den 1:0-Überraschungssieg beim Halleschen FC unter Interimstrainer Oliver Beer schoss Lex im Alleingang heraus.

Im Derby gegen den FC Bayern II am Sonntag bereitete der 30-Jährige den wichtigen Ausgleichstreffer durch Dennis Dressel vor und rettete damit die Köllner-Premiere. Drei (verschiedene) Trainer, vier Scorerpunkte. Löwe Lex läuft also ganz unabhängig von seinem Dompteur heiß. Das erkannte auch der neue Übungsleiter von Lex und Löwen: "Der Stefan ist ein guter, schneller Offensivmann. Seine Formkurve zeigt nach oben", sagte Köllner über seinen Angreifer.

1860-Trainer Köllner lobt die Vielseitigkeit des Rechtsaußen

Auch ein Mitgrund, weshalb dieser derzeit so gut funktioniert: Lex darf neben Alpha-Löwe und Torjäger Sascha Mölders ran. Vor allem von Sechzigs teils schnellem und schnörkellosem Spiel nach vorne kann er als Konterspieler profitieren. Köllner sagt: "Wichtig ist, dass meine Spieler flexibel einsetzbar sind und mir viele Möglichkeiten geben." Der 49-Jährige verweist dabei auch auf die Vielseitigkeit des gelernten Rechtsaußen, der gegen die kleinen Bayern wie zuletzt nicht rechts, sondern als hängende Spitze aufgelaufen war: "Nach der Einwechslung von Prince Owusu haben wir umgestellt: Beim Tor war er auf der Zehn."

Weitere Anlässe soll es auch demnächst geben: Weder Köllner noch Lex selbst dürfte es stören, wenn er auch im nächsten Derby bei der SpVgg Unterhaching am Sonntag (14 Uhr, Magenta Sport und im AZ-Liveticker) im Sportpark heiß läuft – und hinterher die Gratulanten antanzen und vor dem formstärksten Löwen Schlange stehen.

Lesen Sie hier: Löwen-Fans sorgen für erstes Heimspiel im Sportpark

 

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