Leverkusen gegen Paris St. Germain Zlatan Ibrahimovic träumt von Champions-League-Sieg

Zlatan Ibrahimovic, der schwedische Superstar. Foto: dpa

Am Dienstag spielt Bayer Leverkusen gegen Paris St. Germain. Dabei steht einmal mehr Zlatan Ibrahimovic im Fokus. Das sagt der Stürmerstar vor dem Duell gegen die Werkself.

 

Leverkusen - Die meisten Blicke werden wohl am Dienstag auf Zlatan Ibrahimovic gerichtet sein. Der Superstar von Paris St. Germain gibt im Achtelfinalhinspiel der Champions League bei Bayer Leverkusen (20.45 Uhr/Sky) seine Visitenkarte in der BayArena ab.

"Er gehört zu den besten Spielern der Welt. Es ist unglaublich, wie technisch stark und wendig er trotz seiner Größe ist", schwärmt Leverkusens Sportchef Rudi Völler von dem 1,95 großen Goalgetter, der sich mit seinen Sprüchen allerdings in schöner Regelmäßigkeit Feinde macht.

Zuletzt legte es sich mit seinem ehemalige Trainer Pep Guardiola an, mit dem er beim FC Barcelona nicht klar kam, da der aktuelle Bayern-Trainer den viermaligen Weltfußballer Lionel Messi angeblich bevorzugte.

"Guardiola ist ein fantastischer Trainer. Aber als Mensch? Er ist feige", sagte Ibrahimovic vor geraumer Zeit und legte dann noch nach: "Guardiola hat keine Eier." Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge reagierte anschließend völlig ungehalten: "Dummheit gehört zur Persönlichkeitsentfaltung".

Bayern-Präsident Uli Hoeneß bezeichnete Ibrahimovic als "Problembär" und "gekränkte Primadonna". Die Retourkutsche aus Paris ließ nicht lange auf sich warten. "Wie heißt er noch gleich? Hoeneß, genau. Also, ich würde ihn nicht als Steuerberater haben wollen", sagte der 32-Jährige in Anspielung auf die Steueraffäre von Hoeneß.

Vor dem Match gegen Leverkusen hielt sich Super-Zlatan aber vornehm zurück und beschränkte sich auf sportlichen Dinge. "Es würde mir eine Menge bedeuten, die Champions League zu gewinnen", sagte Ibrahimovic, der mit sechs verschiedenen Teams (Ajax Amsterdam, Juventus Turin, Inter Mailand, FC Barcelona, AC Mailand, Paris SG) eine nationale Meisterschaft gewonnen hat, allerdings noch nie einen ganz großen Titel.

Zunächst wolle sich Paris aber auf die aktuelle Aufgabe gegen den Werksklub konzentrieren. "Wir müssen erstmal Leverkusen ausschalten. Wenn wir dann in diesem Jahr über das Viertelfinale hinaus kommen, wäre es ein großer Schritt für uns", betonte Schwedens achtmaliger Fußballer des Jahres, der mit PSG noch eine Menge vor hat: "Wir sind noch in der Entwicklung. Wir haben eine Mannschaft mit einer Menge Potenzial und viel Qualität. Wir sind im Kollektiv dieses Jahr viel stärker", sagt er über sein Team, das ihn wunderbar unterstütze.

"Es ist simpel – ohne Team gewinne ich nichts. Ich muss aber den Platz innerhalb der Mannschaft haben, damit ich mich entfalten kann. Wer mich kauft, kauft einen Ferrari. Wer einen Ferrari hat, tankt Super, fährt auf die Autobahn und gibt Vollgas", schrieb er in seiner vergangenes Jahr veröffentlichen Biografie "Ich Ibra".

Vor dem Duell mit Bayer präsentierte sich Ibrahimovic, der beim französischen Meister 15 Millionen Euro netto pro Saison verdienen soll, einmal mehr in glänzender Verfassung. Am vergangenen Freitag führte er den Tabellenführer zu einem 3:0 gegen den FC Valenciennes, steuerte selbst einen Treffer bei. Ibrahimovic führt die Torjägerliste der Ligue 1 mit 19 Treffern nach 25 Spieltagen an.

Im Januar wurde Ibrahimovic mit vom Weltverband FIFA mit dem Puskás-Award für das schönste Tor des Jahres 2013 ausgezeichnet. Dem Schweden mit bosnischen Wurzeln war in einem Länderspiel der Tre Kronor gegen England (4:2) nicht nur alle vier Treffer gelungen, er hatte auch mit einem spektakulären Fallrückzieher aus mehr als 25 Metern den Schlusspunkt gesetzt, für den er nachträglich geehrt wurde.

 

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