Lava - Feinkost und mehr Dattel-Cola zum Panino

Orhan Yilmaz zeigt einem Gast das Sortiment: Italienische, türkische und kroatische Feinkost gibt’s im Lava. Foto: Daniel von Loeper

Vieles neu in der Pestalozzistraße: Auf der Hausnummer 16 verkauft ein türkisch-kroatisches Paar jetzt Feinkost im „Lava“. Dazu gibt es leichte Mittagsgerichte und Kaffee aus Neapel

 

Schräg gegenüber der Tapasbar „Itxaso“, die wir hier am Wochenende vorgestellt haben, hat ein niedlicher Laden eröffnet, in dem man tagsüber schöne Stunden vertrödeln kann: das „Lava“. Klar, Schwule und der Sinn fürs Ästhetische ist ein arg strapaziertes Klischee – aber Orhan Yilmaz und Slavko Bakovic haben bei der Einrichtung ihres Feinkostgeschäfts und Tagescafés Stil bewiesen.

Den weißen Küchenschrank als Theke hat das Paar selbst zusammengebaut; um den runden Holztisch in der Mitte des Ladens stehen antike Regale voller Köstlichkeiten; am hohen Fenster warten gemütlich gepolsterte, bunte Sitznischen auf Gäste. Seit dem ersten März ist das Lava offen. Yilmaz arbeitet nebenher noch im Stadtcafé, Bakovic hat seinen Job im Eisbach aufgegeben, um sich voll dem Lava zu widmen.

„Wir wollen orientalische und mediterrane Spezialitäten anbieten, die man anderswo nicht so leicht findet“, sagt Yilmaz. Italienische natürlich, aber auch vieles aus der Türkei und aus Kroatien, den Heimatländern der Besitzer. Neben Pralinen, extra angefertigt für das Lava, Honig mit Wabe, extra abgefüllt, und Weinen, alle selbst verkostet, sind etwa kroatische Kekse, Süßigkeiten aus türkischem Honig oder Mokka und Olivenöl aus Kroatien in den Regalen ausgestellt. Den Passalaqua-Kaffee aus Neapel können die Gäste für Zuhause kaufen oder gleich im Laden trinken, ob als Cappuccino (2,10 Euro) oder Latte (3,20). Oder eben einen türkischen Mokka (2,50).

Wer sein Koffein anders aufnehmen möchte, kann sich an der neuen Haji-Cola probieren, die mit Dattelsirup gesüßt ist. In der Vitrine steht außerdem das im Glockenbachviertel gebraute „Crew Pale Ale Bier“.

Bisher schließt das Tagescafé um 20 Uhr die Tür, hinter der vor kurzem noch Kloster-Artikel verkauft wurden. Bis dahin sind nicht nur Feinkostliebhaber willkommen, sondern auch Naschkatzen auf einen der selbstgemachten Kuchen, und Mittagesser auf eines der Tagesgerichte: Spargel-Erdbeer-Salat mit Pinienkernen, Baby-Mangoldsalat mit Tintenfisch oder Zucchinipuffer mit Minzjoghurt (7,90), leicht und kreativ.

„Ich denke, die Leute haben die Schnauze voll von fettigem Zeug oder langweiligem Blattsalat“, sagt Orhan Yilmaz, wir wollen frische, kreative Küche anbieten, viel Vegetarisches, Couscous-, Wildkräuter- oder Linsensalate.“ – „und mit feinen Dressings, Pesto, Granatapfeldressing“, ergänzt Bakovic.

In einer Vitrine warten Antipasti auf Verkostung, darüber dicke Sandwiches und Panini darauf, auf den Grill zu kommen. Benannt haben die beiden ihren Laden nach den Lava-reichen Hängen des Vesuvs, wo Früchte besonders gut gedeihen. So wie ihr Laden es sicher auch tut. 


Pestalozzistraße 16, Mo. bis Sa. 9 – 20 Uhr, www.lava-feinkost.de, Tel.: 24 21 60 88

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