Landesaustellungen bis 2019 Mythos Bayern: Burgen, Bier und Bäume

"Ritter-Bauern-Lutheraner": Die Landesschau auf der Burg Coburg. Foto: Stadtmarketing Coburg

Die Landesausstellungen bis 2019 stehen fest: Sie werden sich dem Mythos Bayern widmen. Ein Ausstellungsort wird auch das Kloster Ettal sein, das dazu eigens umgebaut wird.

 

München - In den nächsten Jahren kommt Bayern aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. Gleich mehrere Jubiläen stehen an: 2018 begeht der Freistaat seinen 100. Jahrestag.

Außerdem jährt sich die Verfassung des Königreichs Bayern zum 200. Mal – damals immerhin eine der freiheitlichsten des Deutschen Bundes.

2019 können die Bayern dann den 100. Geburtstag der ersten demokratischen Verfassung von 1919 feiern.

Im Jubiläumsprogramm soll vor allem dem Mythos Bayern und der Verbindung von Tradition und Moderne nachgespürt, und dabei auch „hinter althergebrachte Klischees“ geblickt werden, sagt Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP).

Dreh- und Angelpunkt des Jubiläumsjahres wird das neue Museum für Bayerische Geschichte, das am 27. Mai 2018 in Regensburg eröffnen wird. Das erste Haus, das sich speziell der bayerischen Geschichte im 20. Jahrhundert widmen wird.

Dazu passend stehen bis dahin noch einige große Landesausstellungen an. So unterschiedlich die Themen sind, alle arbeiten auf die Jubiläen hin.

2016 widmet sich die Bayerische Landesausstellung „Bier in Bayern“ im niederbayerischen Aldersbach dem 500. Jubiläum des Reinheitsgebotes.

Es geht um die Biergärten, „als Zeichen der Freiheit“, aber auch um die „Bierkeller und wie sie mit dem Aufstieg Hilters verbunden waren“, sagt Richard Loibl, der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte.

„Ritter-Bauern-Lutheraner“ heißt es 2017 bei der Landesausstellung in Coburg. Das Klischee zeige Bayern meist als katholisches Land, tatsächlich habe das Zusammentreffen mit den protestantischen Regionen wie Franken das Land aber stark geformt, sagt Richard Loibl.

In der Landesausstellung 2018 im Kloster Ettal geht es dann um den „Mythos Wald“. Auch hier geht es um Freiheit und Rebellion, etwa der Wildschützen gegen die Obrigkeit.

„Auch der erste deutsche Nationalpark, der Bayerische Wald, liegt in Bayern“, sagt Loibl.

Das Kloster saniert dafür auf eigene Kosten seinen bislang ungenutzten Südflügel. Außerdem wird ein Wald-Wanderweg zum Schloss Linderhof angelegt.

Den Abschluss bildet 2019 eine dezentrale Landesausstellung unter dem Motto „Freiheit und Vielfalt“. Veranstaltungen zu den Themen Verfassungskultur, Revolten und Migration sind geplant.

Die Landesausstellung 2013 „Main und Meer“ beginnt am 9. Mai in Schweinfurt.

 

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