Kritik am FC Bayern Ribéry-Affäre: Effenberg fordert Transparenz

Stefan Effenberg: "Das Problem ist, dass niemand kommuniziert, wie hoch diese Geldstrafe wirklich ist – und wohin das Geld geht." Foto: dpa

Bayerns Ex-Kapitän kritisiert den Klub und hält die Strafe für angemessen. "Wer jetzt seine Suspendierung oder seinen Rauswurf fordert, hat nie selbst professionell Fußball gespielt."

 

München - In der Affäre um Franck Ribéry hat der frühere Bayern-Kapitän Stefan Effenberg seinem Ex-Klub fehlende Transparenz vorgeworfen. Ribéry hatte als Reaktion auf Kritik nach dem Verzehr eines vergoldeten Steaks mit obszönen Beleidigungen im Internet reagiert. Laut Klub-Angaben war der Franzose dafür mit einer "hohen Geldstrafe" belegt worden.

Ex-Nationalspieler Effenberg geht von einer sechsstelligen Summe aus. In einer Kolumne für "t-online.de" schreibt Effenberg: "Das Strafmaß ist angemessen. Das Problem ist, dass niemand kommuniziert, wie hoch diese Geldstrafe wirklich ist – und wohin das Geld geht. An den FC Bayern oder an einen gemeinnützigen Zweck? Wenn das im Verborgenen bleibt, ist es kein Wunder, dass weiter diskutiert wird. Transparenz wäre hier der wichtigste Punkt." (Lesen Sie hier: Matthäus macht sich über Ribéry lustig)

"Wenn Ribéry eine schlechte Hinrunde gespielt hätte"

Der 50-Jährige hält das Strafmaß für angemessen, geht davon aus, dass die milde Strafe vor allem auf die Leistungen des Franzosen zurückzuführen sind. "Wenn Ribéry eine richtig schlechte Hinrunde gespielt hätte, oft ausgefallen und unzufrieden gewesen wäre, wäre die Entscheidung womöglich anders ausgefallen. So aber war die Gefahr zu groß, dass das sportlich in der Rückrunde nicht gut geht."

Aus Sicht von Effenberg zurecht: "Wer jetzt seine Suspendierung oder seinen Rauswurf fordert, hat nie selbst professionell Fußball gespielt."

 

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